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Kleiderflohmarkt im interkulturellen Mehrgenerationentreffpunkt

Die nachhaltigste Kleidung ist die, die gar nicht erst produziert wird. Komplett verzichten muss man deswegen natürlich nicht. Eine tolle und vor allem kostengünstige Alternative dafür bietet Second-Hand-Kleidung. Mittlerweile gibt es hierfür eine große Anzahl an Anbieterinnen und Anbietern. Noch nachhaltiger geht es ganz einfach vor Ort – beim Kleiderflohmarkt im Mehrgenerationentreff am 29. September. Von 16- 19 Uhr kann hier in gemütlicher Atmosphäre geshoppt werden. Dabei steht ein vielfältiges Angebot und natürlich Umkleiden, um die Artikel vor dem Kauf anzuprobieren, zu Verfügung. Auf zwei Etagen und mit rund 20 Ständen wird mit Sicherheit jeder fündig und tut so nebenbei unserer Umwelt etwas Gutes.

Eine Anmeldung, für alle die etwas verkaufen möchten, ist noch bis bis einschließlich Freitag, 22.09.2023 möglich, je nach vorhandenen Plätzen.

Hinweis: Es sind alle Verkaufsplätze vergeben, eine Anmeldung ist daher nicht mehr möglich!

Für den Kleiderflohmarkt gibt es gute Gründe. Fast- und Ultra-Fast-Fashion sorgt für viele Ungerechtigkeiten – und Nachteile für Klima und damit alle Menschen. Für viele Kleidungsstücke werden zwar natürliche Rohstoffe, insbesondere Baumwollen genutzt. Problematisch ist jedoch der enorm hohe Wasserverbrauch und Pestizid-Einsatz beim Anbau der Baumwollpflanze. Trauriges Beispiel hierfür ist der Aralsee in Kasachstan und Usbekistan, der für die Baumwollproduktion nahezu ausgetrocknet wurde. Bei der Verarbeitung der Fasern kommen häufig Farbstoffe und Chemikalien zum Einsatz, die im Verdacht stehen krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Zudem gelangen die Chemikalien in der Regel ungefiltert in die Natur, indem sie in nahegelegene Gewässer abgelassen werden. Die Flüsse in der Nähe der großen Textilfabriken tragen so häufig die Trendfarbe der nächsten Saison. Hinzu kommen sehr lange Transportwege, da verschiedene Arbeitsschritte in unterschiedlichen Ländern um die ganze Welt stattfinden. Synthetische Fasern, wie zum Beispiel Polyester, die bei vielen Fast-Fashion Marken zum Einsatz kommen, schneiden leider nicht besser ab. Bei jedem Waschgang lösen sich Mikroplastikteile ab, die am Ende im Meer und unter anderem über Fische auch in unseren Mägen landen. So nehmen wir pro Woche Mikroplastik in einer Menge auf, die einer Kreditkarte entspricht. Mit dem Kauf von Second-Hand Kleidung kann jeder einen Teil dazu beitragen, die Umweltverschmutzung durch die Modeindustrie zu verringern.