FAIRantwortung im Alltag
Ob Lebensmittel, Kleidung, Bürobedarf oder Baustoffe. Fair geht mittlerweile in vielen Bereichen. Jeder gibt gewissermaßen an der Kasse einen Stimmzettel ab, welcher über die Bedingungen der Produzenten/innen im Ursprungsland entscheidet.
Beispielsweise wird Kleidung nach wie vor zu einem großen Teil unter widrigen Umständen im Ausland produziert. Wenn in Deutschland ein T-Shirt für 5€ gekauft wird, dann zahlen den tatsächlichen Preis Baumwollbauern, Näherinnen, Stoffproduzenten und die Umwelt. Ein höherer Preis, würde allen Akteuren, die an der Wertschöpfungskette unserer Kleidung beteiligt sind, faire Arbeitsbedingungen und ein besseres Leben ermöglichen und durch bessere Kontrollen auch die Umwelt schützen. Dabei ist es nicht immer nötig in speziellen Läden oder Onlinshops auf die Suche zu gehen. Eine Möglichkeit ist es auf verschiedene Siegel zu achten die auf eine faire Produktion hinweisen. Ein Beispiel hier ist der Grüne Knopf, weitere Siegel lassen sich auf dem Factsheet Kleidung und Dienstbekleidung (auf dieser Seite als Download) finden. Ein guter Anhaltspunkt ist zudem die Fair-wear foundation. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Stiftung, welche gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen und weiteren Partnern, wie Gewerkschaften und Unternehmensverbänden, bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie anstrebt. Beispielsweise sind bekannte Marken wie Jack Wolfskin, Mammut, Marco Polo oder Engelbert Strauss Mitglieder der Fair-wear Foundation und verpflichten sich zu fairen Arbeitsbedingungen für die Produzenten/innen. Weitere Mitglieder lassen sich auf der Seite der Fair-wear Foundation finden.
Gerade auch bei Lebensmittel gibt es mittlerweile viele Beispiele von Produkten, bei denen durch Fairtrade-Zertifizierungen faire Bedingungen für die Produzenten/innen geschaffen werden und dadurch Gerechtigkeit im internationalen Handel angestrebt wird. Nahrungsmittel mit dem Fairtrade Logo berücksichtigen soziale, ökologische und ökonomische Kriterien. Dabei handelt es sich in der Regel um Produkte aus dem globalen Süden, welche aufgrund der klimatischen Bedingungen, nicht vor Ort produziert werden können (z.B. Bananen, Kaffee und Citrusfrüchte). Entsprechend stehen diese in keiner Konkurrenz zu unseren heimischen Produkten.
Faire Produkte lassen sich über den ganzen Tag einbinden. So geht es zum Beispiel beim Frühstück in erster Linie um Südfrüchte, die gerne ins Müsli geschnitten werden. Generell ist es natürlich sinnvoll regionales und saisonales Obst zu kaufen. Wer aber nicht auf eine Banane oder Orange verzichten möchte, der sollte beim Kauf auf fair gehandelte Früchte zurückgreifen. Zudem können mittlerweile viele beliebte Frühstückgetränke fair erworben werden. Allen voran der beliebteste Wachmacher: Kaffee. Mittlerweile bieten fast alle gängigen Marken faire Optionen, die vor allem geschmacklich sehr überzeugen können. Ähnlich sieht es beim Kakao aus. Zudem bieten sich auch beim Tee, vor allem Grün- oder Schwarztee, fair gehandelte Varianten an. Nicht zuletzt lässt sich mittlerweile auch Orangensaft mit dem Fairtrade-Logo erwerben. Natürlich gibt es auch noch viele weitere Frühstücksprodukte, die mittlerweile in jedem Supermarkt fair erhältlich sind. Beim Mittag- und Abendessen bieten sich beispielweise Gerichte mit fair gehandeltem Reis oder Quinoa an. Einige Rezeptideen, des Forum fairer Handel e.V., sind auf dieser Seite als Download verfügbar. Als Snack zwischendurch eignen sich die eben schon erwähnten Bananen, ein Schokoriegel mit fairer Schokolade oder aber fair gehandelte Nüsse. Es lohnt sich in jedem Fall einen genaueren Blick auf einzelne Produkte zu werfen und sich vorab zu informieren.
Weitere Informationen zum Thema Fairer Handel, sowie weitere sinnvolle Tipps für den Alltag finden sich auf der Seite von Fairtrade Deutschland.