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Der Schlosspark - Tiergarten und Ökonomie

Westlich des Kreuzgartens schließt sich der weitläufige Schlosspark an, der sich entlang des Berlebachs erstreckt. Seine heutige Gestalt hat der Park seit dem 19. Jahrhundert.

Der Tiergarten

Schon im 16. Jahrhundert berichtete die Berleburger Chronik von einem Tiergarten mit wilden Pferden, rund 200 Jahre später wurde dort einheimisches und importiertes Wild für die Jagd angesiedelt. Dieser Jagdbereich war durch einen Zaun vom Schlossgarten getrennt. Des Weiteren bestand eine Fasanerie mit Gebäude, Ausläufen und Teichen, in der Geflügel wie Pfauen, Goldfasane, Perlhühner, Enten und Gänse für die Schlossküche gehalten wurden. Ein Teich in der Parkmitte diente der Fischzucht. Dazu existierten mehrere Gemüsegärten und ein Schnepfenteich. Auf einer Waldlichtung stand ein wegen seines pagodenartigen Daches als chinesisch bezeichnetes Lusthaus, umgeben von einem kleinen Obstgarten. Hier wurden auch Feuerwerke veranstaltet. Nicht mehr erhalten haben sich ein Schießhaus und eine steinerne Grotte; letztere ist jedoch noch im Gelände auszumachen. Eine Karte aus dem Jahr 1750 zeigt den Tiergarten mit allen seinen Wegen, Mauern und Gebäuden. Die Ausmaße des damaligen Parks stimmen mit denen der heutigen Anlage überein. Noch heute steht am Hauptweg des Parks ein Fachwerkhaus, dessen Baugeschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Im 19. Jahrhundert wurde der Tiergarten in einen Landschaftspark umgewandelt. Damals erhielt er seine heutige Gestalt: Weitere Teiche, Rasen- und Beetflächen wurden angelegt. Im Süden des Parks wurde eine kleine Bergquelle angelegt.

Die Ökonomie

Erstmals erwähnt wurden die Wirtschaftsgebäude des Schlosses 1573. Im Winter waren in den Gebäuden Schafe untergebracht, außerdem wurden hier Heu und Stroh für die Pferde des Marstalls gelagert. Von der Unterbringung der Schafe leitet sich auch der ehemalige Name der Ökonomie her: Das Gebäude wurde als Schafhof bezeichnet. Als im ausgehenden 18. Jahrhundert das Viehhaus dem Bau des linken Schlossflügels weichen musste, wurden die dort untergebrachten Stallungen in die Ökonomie verlagert. Heute dient die Ökonomie auch als Remise für Maschinen. Ebenfalls sind hier eine Schreinerwerkstatt, ein Schlachthaus und ein Kühlraum für Wild zu finden.

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