Mach-mit-Mittwoch: Energie sparen - Geldbeutel und Klima schonen
Nachhaltig geht es beim Mach-mit-Mittwoch der Stadt Bad Berleburg weiter – zum 15. Mal. Immer mittwochs stellt die Stadt der Dörfer ein spezielles Thema ganz ins Zeichen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Das Ziel: die Welt gemeinsam ein Stück weit fairer, zukunftssicherer und nachhaltiger gestalten. Deshalb gibt es an jedem Mittwoch neue Anregungen, um die Welt und das Leben auf diesem Planeten ein bisschen besser zu machen. Im 15. Teil geht es um praktische Energiespartipps.
Verbraucherzentrale gibt wertvolle Tipps
Solarstrom, energieeffizienter Garten und Hitzeschutz in Wohnräumen sind gerade in den Sommermonaten wichtige Themen. Die Verbraucherzentrale NRW hat jetzt zahlreiche Tipps veröffentlicht, die helfen, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen und zeigt, was damit aktiv für den Klimaschutz getan werden kann.
- Solarstrom – die Sonne einfangen: Nicht alle Verbraucherinnen und Verbraucher haben die Möglichkeit, sich direkt eine große Photovoltaikanlage auf ihr Dach zu bauen. Mitmachen und die Sonne ins Haus holen können aber alle. „Stecker-Solaranlagen können im Regelfall mit wenig Aufwand aufgebaut und angeschlossen werden“, erklärt der Energieberater Joachim Weid. „Das Sonnenkraftwerk für den Balkon besteht aus ein bis zwei Standard-Solarmodulen und einem Wechselrichter, der den Gleichstrom der Anlage in 240-Volt-Wechselstrom für den Haushalt umwandelt. Kostenpunkt pro Modul, Wechselrichter und Montagevorrichtung ab 500 Euro. Damit lassen sich jährlich pro Modul und je nach Standort 300 Kilowattstunden Strom erzeugen. Bei einem Zwei-Personenhaushalt entspricht das ungefähr dem Jahresverbrauch einer Spül- oder Waschmaschine.“ Besitzerinnen und Besitzer von Eigenheimen können sich auf das Hausdach ihr Sonnenkraftwerk bauen lassen, ihr eigener ökologischer Stromversorger werden und das Energiemanagement im Haus optimieren. „Mit dem selbsterzeugten Solarstrom lassen sich Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroheizstäbe für Heizung und Warmwasseraufbereitung speisen. Ebenso können über die hauseigene Ladestation das E-Auto und die E-Bikes mit der Sonnenenergie vom eigenen Dach geladen werden“, erläuterte Joachim Weid. Es gibt eine Vielzahl an Programmen, um den Erwerb, die Inbetriebnahme und Modernisierung von Photovoltaikanlagen durch Privathaushalte zu fördern. Die KfW-Bank und das Land Nordrhein-Westfalen sowie Kommunen und Energieversorger vergeben unterschiedliche Zuschüsse und Darlehen. Auch über die Einspeisevergütung für den erzeugten und ins Netz eingespeisten Strom werden Solaranlagen finanziell gefördert. Im Rahmen der Kampagne „Solarstrom@home“ bietet die Verbraucherzentrale NRW unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonnenseite umfangreiche Informationen zur Planung, Inbetriebnahme und Förderung von Solarstromanlagen für private Verbraucherinnen und Verbraucher.
- Energieeffizienter Garten: Nachhaltiges Gärtnern beginnt mit einer großen Artenvielfalt und dem Schutz der Natur durch den Verzicht auf Giftstoffe. Ebenso wichtig ist der sparsame Einsatz von Ressourcen. Das nächtliche Beleuchten von Bäumen, Wasserläufen oder Blumenrabatten verursacht nicht nur dem Stromzähler unruhige Nächte. Auch Insekten und Vögel leiden unter der Lichtverschmutzung. Daher sollte Licht in der Nacht nur punktuell und bei Bedarf eingesetzt werden. Immer mehr elektrische Helfer machen die Gartenarbeit komfortabler. Neben einigen nützlichen Utensilien sind auch jene dabei, die durch kurze Lebensdauer oder ihren eingeschränkten Nutzen hauptsächlich das Gerätehaus belegen. Handgeräte nutzen ausschließlich Muskelkraft, sind oft effektiver und energetisch die erste Wahl. Zudem sind sie meist robuster und günstiger in der Anschaffung. Bei kostenintensiven Geräten, die nur selten zum Einsatz kommen, bietet es sich an, sie gemeinschaftlich mit Gartennachbarn zu nutzen. Viele Geräte, die im Garten im Dauerbetrieb laufen, können mit Solarstrom betrieben werden. Wichtig ist, bereits beim Kauf auf den Verwendungszweck und die Leistung zu achten. Ein integrierter Akku verlängert die Betriebszeit.
- Hitzeschutz in Wohnräumen: Alles was hierbei helfen kann, kommt zum Einsatz: Rollläden, Ventilatoren oder Klimaanlagen. Neben dem eigenen Verhalten wie Querlüften in der Nacht oder am frühen Morgen und elektrischen Hilfsmitteln beeinflussen auch bauliche Eigenarten eines Hauses den Hitzeschutz. Besonders viel Hitze dringt durch Balkontüren und (Dach-)Fenster ein. Um die Sonneneinstrahlung zu minimieren und die Wärme erst gar nicht in die Räume zu lassen, sollte der Sonnenschutz möglichst außen angebracht werden. Rollläden schützen vor Hitze, Kälte und Einbrechern. Im Idealfall werden Rollläden schon bei der Bauplanung bedacht. Am fertigen Haus lassen sich Vorbau-Rollläden aber auch nachrüsten. Die eigenen vier Wände erhitzen sich mit einem guten Wärmeschutz über Dach und Fassade weniger schnell. Denn gut gedämmte Häuser lassen weniger Wärme eindringen. Je dicker und besser das Dämmmaterial, desto besser der Hitze- und Wärmeschutz. Sommerlicher Hitzeschutz funktioniert auch auf biologische Art – mit Fassaden- und Dachbegrünung. An montierten Rankhilfen können Kletterpflanzen Fassaden begrünen und damit Wände beschatten. Sie reduzieren das Aufheizen der Gebäude deutlich und verbessern das Mikroklima am Haus unter anderem indem sie Feinstaub binden.
Termin für Energieberatung vereinbaren
Fragen zu Solarstrom, Akkus und sparsamen Geräten, Hitze- und Wärmeschutz, Dämmung oder Fassaden- und Dachbegrünung sowie Förderung beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Terminvereinbarungen sind unter Tel. 02751 923-113 möglich. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.