Literaturpflaster: Großes Spektrum im Amtsgericht und "Dritten Ort"
Die Krimi-Lesung im Amtsgericht von Bad Berleburg bietet immer eine besondere Atmosphäre – und ist längst elementarer Bestandteil des Bad Berleburger Literaturpflasters. Iva Procházková stellt in diesem Rahmen am Donnerstag, 24.09.2026, um 19.30 Uhr ihren dritten Roman um Kommissar Holina vor. Unter dem Titel „Ein Lied für den Weg - Kommissar Holina ermittelt in der Philharmonie“ entführt Iva Procházková das Publikum im Amtsgericht in Bad Berleburg in die Musikszene Prags. Die Autorin beweist erneut ihr Gespür für Spannung, psychologische Tiefe und raffinierte Dramaturgie. Eine herausragende junge Klarinettistin der Tschechischen Philharmonie wird ermordet – ein Fall voller Ungewissheiten. War sie das eigentliche Ziel oder ein Zufallsopfer? Die Ermittlungen führen Kommissar Holina und sein Team in ein Geflecht aus Beziehungen, Affären und Rivalitäten innerhalb des Orchesters, in dem viele ein Motiv haben. Zunächst ruhig und mit Gespür für Atmosphäre und Figuren erzählt, entwickelt sich die Handlung überraschend zu einem temporeichen, packenden Thriller um einen Mehrfachmörder. Zugleich stellt der Roman die Frage nach Schuld und Gerechtigkeit – denn die Vergangenheit der Opfer fordert nun ihren tödlichen Preis. Psychologisch vielschichtig und raffiniert konstruiert verbindet „Ein Lied für den Weg“ klassische Agatha-Christie-Elemente mit moderner Erzählweise und hält Leserinnen und Leser bis zuletzt in Atem. Karten für die Lesung im Amtsgericht gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung MankelMuth, Graf-Casimir-Straße 7, in der Tourist-Information, Marktplatz 1, im Reisebüro Wittgenstein, Bahnhofstraße 1 oder im Internet unter www.proticket.de
Auch für Schulen unterwegs
Doch die Autorin ist seit langem auch als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt, ausgezeichnet mit einer Vielzahl an Preisen – so auch dem deutschen Jugendliteraturpreis. So liest sie von Montag bis Freitag, 21.09.2026 bis 25.09.2026, aus ihrem zuletzt ins Deutsche übersetzten Roman „Mentha“ den Grundschulkindern im „Dritten Ort – Bücherei der Zukunft“ in Bad Berleburg vor. Mentha ist ein ziemlich normales Mädchen – und dabei doch ganz und gar nicht gewöhnlich. Sie wächst bei Florentin auf, einem Fährmann, der sie an einem Junimorgen in einem Minzbusch in seinem Garten entdeckt. Mentha kann verschiedene außergewöhnliche Dinge. Sie hört die Maulwürfe in der Erde laufen, die Fledermäuse auf dem Boden schnarchen und in der Nacht die Sterne singen. Und sie kann sich – wenn sie sich wirklich konzentriert – unsichtbar machen. Eines Sommertages begegnet sie im Fluss am Haus einem Fisch, der für das Mädchen eine wichtige Botschaft hat. Bald darauf gelangt Mentha auf dem Rücken einer Fledermaus zu einer unbekannten Insel, auf der nur Tiere leben. Dort trifft sie auf den „Bekümmertsten Bekümmerer“, einen Raben, der ihr eröffnet, dass der Welt das Ende droht, weil die Menschen vergessen haben, sich an die guten Dinge im Leben zu erinnern. Menthas Aufgabe soll es sein, dem Gedächtnis der Leute wieder auf die Sprünge zu helfen. Wird sie es schaffen die Menschheit, an die guten Dinge zu erinnern?