Musik verbindet: Zukunft der Musikschule Wittgenstein gesichert
Dieser Vertrag ist Musik in den Ohren aller Beteiligten: Die Bürgermeister der Städte Bad Berleburg und Bad Laasphe sowie der Gemeinde Erndtebrück haben gemeinsam mit ihren Unterschriften den Fortbestand der Musikschule Wittgenstein vertraglich gesichert – zusammen mit Dr. Eike Gücker Vorsitzender der Musikschule. Das Dokument gibt zukünftig nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern ermöglicht auch Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, vielfältige Konzerte und im Kern natürlich musikalische Bildung für alle Altersklassen.
Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit
„Ich möchte allen Beteiligten – auf Seiten der Kommunen und der Musikschule – ganz herzlich dafür danken, dass uns dies gelungen ist. Das ist nicht selbstverständlich – schon gar nicht in Zeiten der Haushaltskonsolidierung, in der die Mittel knapp sind. Dies ist ein Paradebeispiel für optimale interkommunale Zusammenarbeit in Wittgenstein“, hob Volker Sonneborn hervor. Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg unterstrich gleichzeitig die Bedeutung der Musikschule für Bad Berleburg und für die Nachbarkommunen: „Bildung ist ein ganz wesentlicher Baustein – nicht nur unserer Nachhaltigkeitsstrategie, sondern unserer Gesellschaft.“ Auch Henning Gronau, Bürgermeister der Gemeinde Erndtebrück, betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Kommunen: „Zusammen gelingt die Aufgabe Musikschule besser, zusammen sind wir stärker. Und wir setzen damit ein eindeutiges Zeichen, dass musikalische Bildung in Wittgenstein weiter großgeschrieben wird.“ Von der Interkommunalen Zusammenarbeit profitieren letztendlich alle Seiten: Die Musikschule Wittgenstein von einem vergrößerten Einzugsgebiet und die Menschen von den verkürzten Wegen zur Musikschule.
Tragfähige Lösung gefunden
„Musikalische Bildung reicht bis in gesellschaftliche Strukturen rein: Ob Tambourcorps oder die Blaskapelle bei Veranstaltungen – alle Mitglieder brauchen erstmal Musikunterricht“, ergänzte Dirk Terlinden, Bürgermeister der Stadt Bad Laasphe. Der Vertrag bildet nun die Grundlage für die Weiterentwicklung und das Wachstum der Musikschule. Dank der erhalten gebliebenen Vereinsstruktur ist die Ausweitung des Bad Berleburger Standortes auf Erndtebrück und Bad Laasphe problemlos möglich. Gleichzeitig bedeutet die Vereinsstruktur auch eine ganz klare Entscheidung für die Förderung des Ehrenamtes. „Wir standen mit der Musikschule Wittgenstein am Scheideweg: Entweder es muss Geld her oder wir können dicht machen. Umso dankbarer bin ich jetzt, dass wir zusammen mit den Kommunen eine tragfähige und langfristige Lösung gefunden haben“, erklärte Dr. Eike Gücker, Vorsitzender der Musikschule Wittgenstein. Nach einer Zeit der Ungewissheit ist die Zukunft der Musikschule mit der Unterzeichnung des Vertrages nun in trockenen Tüchern.
Hintergrund
Der Vertragsunterzeichnung ging eine LEADER-geförderte Machbarkeitsstudie voraus, die bereits 2024 in Zusammenarbeit mit Dr. Simon Moser durchgeführt wurde. Ziel der Studie war es, ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Musikschule Wittgenstein zu entwickeln. Mit der Vertragsunterzeichnung ist dies nun gelungen. Das Dokument regelt die Förderung der Musikschule Wittgenstein durch die Trägerkommunen mittels finanzieller Zuschüsse, Infrastruktur und organisatorischer Zusammenarbeit. Auf dieser Basis stellen alle Beteiligten ein wohnortnahes Musikschulangebot für die gesamte Region Wittgenstein zu bezahlbaren Gebühren bereit.