Besuch aus Morogoro: Klimapartnerschaft setzt Zeichen
Der Klimawandel macht nicht an Stadt- oder Landesgrenzen halt. Er ist eine globale Herausforderung, die gemeinsam gemeistert werden will. Die Stadt Bad Berleburg begrüßt in dieser Woche zum vierten Mal im Rahmen ihrer Klimapartnerschaft eine Delegation aus Tansania, genauer dem Distrikt Morogoro, in Bad Berleburg. „Durch Zusammenarbeit können wir voneinander lernen und Lösungen entwickeln, die unseren Gemeinden zugutekommen. Unsere Zusammenarbeit trägt auch zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den SDGs, bei“, erklärte Volker Sonneborn. Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg hob im Rahmen der offiziellen Begrüßung im Rathaus außerdem noch hervor: „In den vergangenen Jahren hat unsere Klimapartnerschaft wertvolle Beziehungen und Möglichkeiten für den fachlichen Austausch geschaffen.“
Ideen und Projekte mit Wirkung
In der laufenden Woche wird die Delegation des Distrikts Morogoro, bestehend aus der Ratsvorsitzenden Kibena Kingo, dem Geschäftsführer der Verwaltung Jeshi Lupembe, dem Direktor der Wasserbehörde „Ruwasa“ Deus Mchele sowie dem Koordinator der Partnerschaft Emmanuel Mnyanyi, unter anderem die Wasserversorgungsanlagen und ein Klärwerk besichtigen. Dabei informieren sich die Beteiligten am Beispiel der Stadt Bad Berleburg vor allem über die Möglichkeiten, wie Wasser und Abwasser bewirtschaftet werden können. Die Aufbereitung von sauberem Trinkwasser ist bereits seit den vergangenen drei Jahren Mittelpunkt der Klimapartnerschaft im Rahmen des NAKOPA-Projektes (Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte) zur Sanierung des Wasserversorgungssystems in dem Dorf Mlilingwa. Die gemeinschaftlich entwickelten Ideen und Projekte zeigen vor Ort im Distrikt Morogoro schon jetzt Wirkung. Durch die Umsetzung des NAKOPA-Projektes haben die Menschen im Dorf Mlilingwa wieder direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Wissensaustausch im Mittelpunkt
Auch bei den weiteren Programmpunkten steht neben der Reflektion über die vergangene sowie zukünftige Zusammenarbeit der Wissensaustausch im Mittelpunkt. So ist ein zentraler Bestandteil des laufenden Besuchs ein Workshop mit der Servicestelle „Kommunen in der einen Welt“ (SKEW), bei dem die Vertreter und Vertreterinnen der Stadt Bad Berleburg gemeinsam mit der Delegation aus Morogoro die Klimapartnerschaft und das weitere Vorgehen diesbezüglich besprechen. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen und die Zukunft unserer Klimapartnerschaft weiter erörtern. Insbesondere der Zugang zu sauberem Wasser, Klimaschutz und -anpassung beispielsweise durch den Erhalt und Pflanzen von Bäumen sind wichtige Themen für unsere beiden Gemeinden“, verdeutlichte Lea Burwitz. Die Koordinatorin der Klimapartnerschaft erklärte außerdem: „Eine wichtige Frage wird auch sein, wie wir unser Aktionsprogramm gemeinsam weiterentwickeln können. Ein möglicher Ansatz besteht darin, den Fokus auf das Förderinstruments‚Kleinprojektefonds kommunale Entwicklungspolitik‘, eine Förderung zur Durchführung von Kleinprojekten, zu legen, und Maßnahmen sowohl im Distrikt Morogoro als auch in Bad Berleburg umzusetzen.“ Weitere Programmpunkte sind überdies ein Austausch mit Vertretern der Nachhaltigkeitspartnerschaft zwischen der Stadt Arnsberg und der Stadt Morogoro sowie ein Treffen mit der Kirchengemeinde in Bad Berleburg.
Zeichen für Weweite Zusammenarbeit
Als global-nachhaltige Kommune und nachhaltigste Kleinstadt Deutschlands 2020 übernimmt die Stadt Bad Berleburg die Verantwortung, sich weltweit für gute Lebensbedingungen einzusetzen. Die Klimapartnerschaft zeigt auf, dass es sich beim Klimawandel um ein Problem mit globaler Tragweite handelt und setzt ein Zeichen für weltweite Zusammenarbeit.
Nakopa-Projekt: "Wiederherstellung der Wasserversorgung in Mlilingwa"
Durch das Förderinstrument Nakopa - Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte – erneuerten und reparierte die Klimapartnerschaft Bad Berleburg – Morogoro District zwischen 2023 und 2026 eine defekte Wasserversorgungsanlage. Es wurden Leitungen verlegt und Wasserausgabestellen im Dorf Mlilingwa geschaffen. Zusätzlich wurde Personal geschult, das die Anlage nachhaltig bewirtschaftet. Darüber hinaus nahmen die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner im Rahmen des Projektes an einer Schulung zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser teil. Nakopa wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag und mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert.