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Krankenstand im Kreis Siegen-Wittgenstein bleibt auf hohem Niveau

Krankenstand im Kreis Siegen-Wittgenstein bleibt auf hohem Niveau

AOK-Gesundheitsbericht 2025: Atemwegserkrankungen häufigste Ursache für Krankschreibungen


Der Krankenstand ist im Kreis Siegen-Wittgenstein rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Danach weist die Gesamtbilanz der Krankmeldungen bei den rund 48.300 AOK-versicherten Arbeitnehmenden für das Jahr 2025 im Kreis Siegen-Wittgenstein einen Krankenstand von 6,9 Prozent aus. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 7,2 Prozent, bleibt somit trotz Rückgangs auf einem hohen Niveau. Beschäftigte fehlten im Schnitt 25,3 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten 39,8 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Atemwegserkrankungen machten mehr als ein Viertel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

Atemwegserkrankungen häufigster Grund für Krankschreibung

Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen an allen AU-Fällen lag 2025 mit 29,6 Prozent mit weitem Abstand weiterhin an erster Stelle. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (13,9 Prozent), Verdauungserkrankungen (sechs Prozent) und Verletzungen mit einem Anteil von 5,7 Prozent an allen AU-Fällen.

Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung mit höchstem Krankenstand

Im Branchenvergleich ist der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern im Kreis Siegen-Wittgenstein im Jahr 2025 mit 7,6 Prozent in der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung

zu beobachten. Der niedrigste Wert war in der Branche Banken und Versicherungen mit 5,2 Prozent festzustellen.

Krankenstand im Kreis Siegen-Wittgenstein über Niveau von Westfalen-Lippe

Der Krankenstand im Kreis Siegen-Wittgenstein beträgt 6,9 Prozent und liegt damit über dem Durchschnitt in Westfalen-Lippe (7,1 Prozent). Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag im Kreis Siegen-Wittgenstein bei 10,4 Kalendertagen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen

Schneider weist darauf hin, dass sich das Arbeitsleben in den letzten Jahren durch eine zunehmende Digitalisierung, dem demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice deutlich verändert habe. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Schneider.


Pressebericht:

AOK Nordwest

Die Gesundheitskasse

Jörg Lewe

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