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Erstellung eines Klimaanpassungskonzepts

Extremwetterereignisse nehmen immer mehr zu – die Folgen des Klimawandels sind schon jetzt deutlich spürbar.

Um weiterhin die Lebensqualität und Sicherheit der Menschen in Bad Berleburg zu erhalten, erarbeitet die Stadt Bad Berleburg ein Klimaanpassungskonzept. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die den Menschen dabei helfen, Hitzewellen, Starkregen oder Trockenperioden möglichst unbeschadet zu überstehen. 

Und auch Ihre Beteiligung ist gefragt! Bringen Sie Ihre Erfahrungen, Ideen und Vorschläge ein – wo ist der Klimawandel in Bad Berleburg bereits spürbar? Welche Maßnahmen halten Sie für sinnvoll? Machen Sie mit: Hier gelangen Sie direkt zur Online-Beteiligungskarte. Ihre Meinung zählt - gestalten Sie aktiv die Zukunft unserer Stadt der Dörfer mit.  

Über die Förderung des Projekts informiert ausführlich der untenstehende Klappentext „Förderung“. Projektträgerin ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbh. https://www.z-u-g.org/aufgaben/foerderung-von-massnahmen-zur-anpassung-an-die-folgen-des-klimawandels/

Wie geht es weiter?

Die im letzten Workshop entwickelten Maßnahmen werden nun auf Synergien geprüft und aufeinander abgestimmt. Die aus fachlicher Sicht sinnvollen und umsetzbaren Maßnahmenvorschläge werden anschließend in der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Auf dieser Grundlage entsteht ein umfassendes Konzept, welches nach der Beschlussfassung durch die Politik, schrittweise umgesetzt wird.

Maßnahmenworkshop

Am 24.11.2025 wurden zusammen mit Expertinnen und Experten aus den drei zentralen Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen zur Anpassung Bad Berleburgs an den Klimawandel entwickelt. Vorschläge und Ideen aus der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft wurden ebenfalls berücksichtigt. Im Fokus stehen Maßnahmen, die zugleich der Klimaanpassung und dem natürlichen Klimaschutz dienen und auf der Nutzung naturbasierter Lösungen beruhen. Aber auch bauliche Maßnahmen, Maßnahmen zur Entwicklung von Handlungskonzepten, sowie zur Information und Bildung, wurden entwickelt.  In dem Workshop entstanden so für alle drei Handlungsfelder Maßnahmensteckbriefe mit Priorisierungen.  

Die drei zentralen Handlungsfelder Stadtentwicklung, Katastrophenschutz sowie Wald und Forstwirtschaft spiegeln dabei nicht nur wichtige Aufgabenbereiche der Stadt wider, sondern ermöglichen auch eine umfassende Betrachtung vieler weiterer Themen – etwa aus den Bereichen Gesundheit, Energie, Wasser, Infrastruktur, Wohnen, Industrie, Landwirtschaft und Naturschutz

Workshop Anpassungskapazität

Der zweite Workshop wurde am 19.09.2025 online mit Expertinnen und Experten aus den drei zentralen Handlungsfeldern durchgeführt. Zunächst wurden Klimawirkketten betrachtet, die aufzeigen, wie sich Starkregen, Trockenheit oder Hitze auf die verschiedenen Lebensbereiche auswirken.  Die Anpassungskapazität an die bestehende Betroffenheit wurde ermittelt und der Bedarf an Anpassungsmaßnahmen erarbeitet. Die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Fachgesprächen und den Workshops flossen in eine Hotspotanalyse ein, aus der ersichtlich wird, wo genau welche Klimaauswirkungen zu erwarten sind. So können vulnerable Gruppen und kritische Infrastruktur bei den Anpassungsmaßnahmen besonders berücksichtigt werden und Anpassungsmaßnahmen effizient gestaltet werden. 

Workshop Betroffenheitsanalyse

Der erste von drei Workshops fand am 05.06.2025 statt. Eingeladen waren zahlreiche Akteurinnen und Akteure, die in die Handlungsfelder Stadtentwicklung, Katastrophenschutz sowie Wald- und Forstwirtschaft eingebunden sind. Basierend auf den Erfahrungen der Teilnehmenden wurde diskutiert, beschrieben und bewertet, welche Folgen des Klimawandels für die Themenfelder jeweils besonders relevant sind. So ergab sich ein differenziertes Bild der Risiken, Gefahren und Chancen, die in Bad Berleburg durch den Klimawandel entstanden sind oder verstärkt werden. 

Fachgespräche und Beteiligung der Bevölkerung

In Fachgesprächen innerhalb der drei Handlungsfelder Stadtentwicklung, Katastrophenschutz, Wald- und Forstwirtschaft wurden die komplexen Auswirkungen des Klimawandels sowie die daraus resultierenden Erfordernisse diskutiert. Dabei wurden auch die Bereiche Landwirtschaft, Gesundheit, Infrastruktur, Energie, Industrie, Tourismus, Naturschutz und Biodiversität betrachtet. Da die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels eine Querschnittsaufgabe darstellt, findet eine zunehmende Vernetzung innerhalb der unterschiedlichen Tätigkeitsfelder statt. Nicht nur Fachkompetenz ist im Zusammenhang mit der Anpassung an die Folgen des Klimawandels gefragt, sondern in besonderem Maße auch die Erfahrungen, die Ideen und das Wissen der Bürgerinnen und Bürger.

Auftaktveranstaltung

Mit der Auftaktveranstaltung am 13.05.2025 begann die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzepts – gemeinsam mit Fachakteurinnen und Fachakteuren aus zentralen Bereichen wie Verwaltung, Infrastruktur, Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft und Soziales. Nachdem Tanja Sprenger vom Projektpartner Drees und Sommer in das Thema eingeführt hatte, ging es vor allem um eine gemeinsame und interaktive Bestandsanalyse – und etwa die Fragen, an welchen Stellen es bereits zu besonders schwerwiegenden Ereignissen durch Klimawandel gekommen ist, welche Maßnahmen bereits innerhalb der Stadt Bad Berleburg zum Tragen gekommen sind – und welche weiteren Ideen es gibt.

Warum brauchen wir ein Klimaanpassungskonzept?

Der Klimawandel ist spürbar, auch hier bei uns auf dem Land: mit mehr Hitzetagen, häufigeren Starkregen und längeren Trockenphasen. Um dem zu begegnen, gibt es zwei wichtige Ansätze: Klimaschutz und Klimaanpassung.

Klimaschutz bedeutet, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern – etwa durch erneuerbare Energien oder weniger Autoverkehr. Ziel ist es, den Klimawandel zu bremsen.

Klimaanpassung hingegen nimmt die Veränderungen, die schon heute passieren, in den Blick. Es geht darum, Städte und Lebensräume widerstandsfähiger zu machen – zum Beispiel durch mehr Grünflächen, Hitze- und Hochwasserschutz.

Ein Klimaanpassungskonzept hilft unserer Stadt der Dörfer, Risiken früh zu erkennen und gezielt zu handeln. So sorgen wir dafür, dass auch künftige Generationen hier gut leben können.

Förderung

Titel des Projekts:
Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz für die Stadt Bad Berleburg

Förderung:
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. https://www.bmuv.de/themen/klimaschutz-anpassung/klimaanpassung 

Es erfolgt eine Anteilsfinanzierung von 76,6% aus Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK), Bundeshaushalt, Einzelplan 60, Kapitel 6092, Titel 68631, Haushaltsjahr 2024.

Laufzeit: 01.03.2025 – 30.06.2027

Projektträgerin: 
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71 | 10963 Berlin

Förderkennzeichen: 67DAAN0291

Förderrichtlinie: ANK-DAS-A.1 
Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels vom 19.07.2021 (Stand 15.12.2023)

Förderschwerpunkt: 
Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz für die Stadt Bad Berleburg

Ziel und Inhalt: 
Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz für die Stadt Bad Berleburg