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Notunterkunft für Asylbewerber in Bad Berleburg
 

Ehemalige Klinik am Spielacker
Notunterkunft für Asylbewerber in Bad Berleburg

Voraussichtlich Anfang November wird das Gebäude der ehemaligen Klinik am Spielacker in Bad Berleburg als Notunterkunft für Asylbewerber/Flüchtlinge in Betrieb genommen. Zunächst ist eine Nutzung für drei Monate vorgesehen, die - falls erforderlich - um weitere drei Monate verlängert werden kann.

Sie soll für 300 Asylbewerber für einige Tage als vorübergehende Notunterkunft dienen, bevor eine Weiterverteilung der Flüchtlinge auf andere Einrichtungen in NRW vorgenommen wird.

Die unverändert hohe Zahl von Asylbewerbern (NRW-weit bisher ca.16.000 in 2013) macht die Nutzung der ehemaligen Klinik als weitere Entlastung für die Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) in Dortmund und Bielefeld erforderlich.

Im ersten Halbjahr 2013 sind die Asylbewerberzahlen um mehr als 80 Prozent gegenüber 2012 gestiegen. Regierungsvizepräsident Volker Milk: „Angesichts der steigenden Asylbewerberzahlen sind alle Verantwortlichen froh darüber, dass wir in Bad Berleburg kurzfristig eine Notunterkunft realisieren können. Die Stadt Bad Berleburg hat in dieser Situation sehr pragmatisch und entgegenkommend reagiert.“

„Wir bezeichnen uns als Gesundheitsstadt und haben erstklassige medizinische Versorgungs- und Betreuungsangebote in den Bad Berleburger Kliniken und Arztpraxen. Zudem ist das Klinikgebäude momentan ungenutzt. Es wäre nahezu unmenschlich gewesen, der Bezirksregierung Arnsberg diese in unserer Stadt vorhandenen Möglichkeiten zur humanitären Hilfeleistung vorzuenthalten. Denn alle Städte und Gemeinden in NRW müssen ihren Beitrag leisten und ihrer sozialen Verantwortung in der Flüchtlingspolitik gerecht werden“, so Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann.

Nach ersten Gesprächen und Besichtigungen zwischen der Stadt Bad Berleburg und Vertretern der Helios-Kliniken als Eigentümer der Immobilie war die zeitlich begrenzte Vermietung des Gebäudes für die neue Nutzung schnell organisiert. Zur Vorbereitung wird das Gebäude in Kürze hergerichtet. So sind beispielsweise noch einige brandschutztechnische Arbeiten erforderlich. Als Betreuungsverband wird das Deutsche Rote Kreuz in der Flüchtlingsunterkunft tätig sein.

Neben der medizinischen Versorgung durch die Bad Berleburger Klinik werden sämtliche Sozial- und Hilfsdienste der Stadt Bad Berleburg inklusive der Kirchengemeinden bei der Betreuung der Asylbewerber eingebunden sein. „Gemeinsam mit den im Rat vertretenden Parteien und allen beteiligten Netzwerken werde ich in den kommenden Tagen zu einem runden Tisch einladen“, so Bürgermeister Bernd Fuhrmann.

Interessierte Bürger und Vereine können sich gerne mit der Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste Angelika Winkler in Verbindung setzen (Telefon: 02751 923267).

Bereits Anfang November sollen die ersten Flüchtlinge Bad Berleburg erreichen. Die mit der Asylbewerberaufnahme in Verbindung stehenden Kosten trägt das Land Nordrhein-Westfalen.

Ende September hatte die Bezirksregierung Arnsberg Teile der ehemaligen Siegerlandkaserne in Burbach ebenfalls als vorübergehende Notunterkunft in Betrieb genommen. In Nordrhein-Westfalen existieren zurzeit neben den Erstaufnahmeeinrichtungen in Dortmund und Bielefeld Zentrale Unterbringungseinrichtungen für Asylbewerber in Hemer, Schöppingen, Neuss, Nieheim, sowie Notunterkünfte in Unna Massen und Burbach. Die Bezirksregierung Arnsberg sucht gegenwärtig landesweit nach Gebäuden, die sich als Not- und/oder Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) eignen. Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist die vorübergehende Nutzung der ehemaligen Bad Berleburger Klinik als Notunterkunft.