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Klimaschutzkonzept

Kreis und acht Städte und Gemeinden schließen die Erstellung eines gemeinsamen Klimaschutzkonzeptes ab

Ein Fahrradmobilitätskonzept mit Schwerpunkt Elektromobilität, der Aufbau von Energieberatungsstützpunkten in den Kommunen, eine Kampagne „aufsuchende Energieberatung“ für Hauseigentümer oder umweltfreundliche Mobilität in den Kommunalverwaltungen sind nur einige Beispiele für Maßnahmenempfehlungen, die das Klimaschutzkonzept für den Kreis Siegen-Wittgenstein und acht Städte und Gemeinden enthält.

Vor fast einem Jahr hatten sich der Kreis und die Kommunen Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Freudenberg, Netphen, Neunkirchen, Siegen und Wilnsdorf auf den Weg gemacht, den Klimaschutz und die Energiewende vor Ort gemeinsam anzugehen. Im ersten Schritt wurde beschlossen, ein gemeinsames integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen.

Dabei wurde die breite Öffentlichkeit immer eingeladen mitzumachen, etwa bei einer „Klimatour“, bei der in allen beteiligten Kommunen vorbildliche Energie- und Klimaprojekte besichtigt wurden. Auch mit der Suche nach dem ältesten Kühlschrank in der Region wurde das Thema „Energieeinsparungen“ öffentlich thematisiert und Energieberatungen verlost. Unter dem Motto „Das Klimaschutzkonzept kommt zu Ihnen“ wurde zudem ein kleiner Marktstand konzipiert, an dem sich Interessierte über die Konzepterstellung und weitere Themen informieren und sich mit „ihrer“ Kommune über aktuelle Anliegen austauschen konnten. Auf der Internetseite SI-CO2.de kann sich außerdem jeder Interessierte seit August 2013 an dem Prozess beteiligen und seine Fragen, Anregungen oder auch Kritik loswerden.

Insgesamt waren über 80 Akteure aus verschiedensten Institutionen an der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes beteiligt. Die Gutachter, das Institut für Regionalmanagement aus Marl und Dr. Grauthoff Unternehmensberatung für Energie und Umwelt aus Dinslaken, haben für jede Kommune und den Kreis in verschiedensten Bereichen Maßnahmen formuliert. Der erste Entwurf des Abschlussberichtes wird nun in den politischen Gremien der beteiligten Kommunen und des Kreises vorgestellt.

„Das Klimaschutzkonzept ist mehr als ein Programm zum Zählen von Kilowattstunden und klimaschädlichen Gasen. Es geht darum, die Beteiligten aus den Kommunen, aus der Wirtschaft und der Bürgerschaft an einen Tisch zu bekommen. Das ist in Siegen-Wittgenstein bisher sehr gut gelungen“, so Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmanagement: „Was zählt, sind Hand-in-Hand-Maßnahmen, zum Beispiel bei der Energieberatung vor Ort und bei Best-Practice-Projekten. Hier zählt das Prinzip der Nachhaltigkeit von Aktivitäten durch öffentliche und private Träger.“

Die kurz-, mittel- oder langfristig umzusetzenden Maßnahmen sollen dazu beitragen, CO2-Emissionen einzusparen, den Energieverbrauch zu senken oder die Energieeffizienz zu steigern. Die Maßnahmen betreffen nicht nur die Kommune oder den Kreis selbst, sondern zeigen vor allem auch Möglichkeiten, wie in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, Unternehmen und Privathaushalte dabei unterstützt werden können, ihren Energieverbrauch zu senken oder vermehrt auf erneuerbare Energien zu setzen.

„Das Klimaschutzkonzept hat im Ergebnis den Kreis mit allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden eingebunden – ein großer Vorteil für den Klimaschutzprozess in Siegen-Wittgenstein. Die schon im Vorfeld ins Leben gerufene Zusammenarbeit in unserem interkommunalen Arbeitskreis mit den Energiebeauftragten des Kreises und der kreisangehörigen Kommunen kann als beispielhaft angesehen werden,“ erklären die Projektleiterinnen Sylvia P. Heinz und Ramona Stahl von der Regionalentwicklung des Kreises.

Die Beteiligten sind sich einig, dass sich die Zusammenarbeit gelohnt hat und die gemeinsame Bearbeitung der Herausforderung Energiewende im Kreis Siegen-Wittgenstein fortgesetzt werden soll. „Es ist wirkungsvoller, Dinge gemeinsam anzugehen, insbesondere, wenn es um das komplexe und weitreichende Thema „Energie und Klima“ geht, das an Kommunalgrenzen nicht haltmacht“, ist sich auch Landrat Paul Breuer sicher.

Zum Abschluss der Erarbeitung des Konzeptes und als Einstieg in den Umsetzungsprozess wird im Mai 2014 eine große öffentliche Klimakonferenz stattfinden, auf der der Abschlussbericht offiziell vorgestellt und die weiteren Schritte im Rahmen der Zukunftsinitiative Energie und Klima in Siegen-Wittgenstein erläutert werden.

Für weitere Fragen und Anregungen steht der  Projektkoordinator und Klimaschutzmanager der Stadt Bad Berleburg, Herr Heiko Treude gerne zur Verfügung.

Förderkennzeichen: FKZ 03KS3860

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.si-co2.de