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Coronavirus: Informationen und Tipps zur Vorbeugung 27.03.2020 


Coronavirus: Aktuelle Informationen und Hinweise

(Freitag, 13.30 Uhr)

In der Kernstadt und den Dörfern gibt es viel Verständnis für die derzeitigen Maßnahmen und es herrscht eine große Hilfsbereitschaft. Das ist bei einer Videokonferenz mit den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern deutlich geworden.

(Freitag, 13.30 Uhr)

Das Vereinsleben ruht, beim Spaziergang trifft man vereinzelt Paare oder Familien, die Menschen halten Abstand. Die derzeitige Ausnahmesituation stößt in den Bad Berleburger Ortsteilen auf Verständnis und Hilfsbereitschaft. Das ist bei einer Videokonferenz der Verwaltung mit den Ortsvorstehern in dieser Woche deutlich geworden. „Diesen Austausch haben wir kurzfristig angeboten“, erklärt Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Uns war es wichtig, eine Rückmeldung unserer Ehrenbeamten, der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher zu bekommen, wie die Stimmung in den Dörfern und Vereinen ist.“

„Es ist alles gut und ruhig“, fasst Doris Frank die Situation in Wemlighausen zusammen und bringt damit die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Punkt. „Es ist jedem bewusst, dass wir nur gemeinsam die Gefahr durch das Corona-Virus eindämmen können“, berichtet zum Beispiel Georg Freitag aus Alertshausen. Charlotte Linde-Reber aus Berghausen bezeichnet es als „Glück, dass wir noch einen Dorfladen im Ort haben“, andere stimmen ihr zu. Auch dort werden die Regeln übrigens eingehalten, wie Ulrich Dienst aus Diedenshausen weiß: „Bei uns dürfen maximal drei Leute gleichzeitig ins Geschäft und es wird Abstand gehalten.“

Ein Thema, das viele Ortsteile betrifft, sind die Osterfeuer, die nun nicht mehr stattfinden dürfen. „Bei uns wird das Holz jetzt nach und nach abgebrannt, im kleinen Kreis, wie erlaubt“, so Richsteins Ortsvorsteher Michael Sittler. Das bestätigen auch andere Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher aus ihren Dörfern. Martin Schneider in Wunderthausen hatte die jungen Leute schon vorgewarnt, dass sie nicht so viel Holz sammeln sollten. „Auch unsere Vereine haben ihre Jahreshauptversammlungen schon sehr vorausschauend abgesagt“, berichtet Schneider. Viele Dorfjugenden und Burschenschaften nutzen ihre freie Zeit nun, um die Risikogruppe – insbesondere ältere Menschen – zu unterstützen, und bieten einen Einkaufsservice und Apothekengänge an.

„Die Vereine ziehen sehr gut mit“, freut sich Christian Schneider aus Aue und Karl-Heinrich Sonneborn aus dem Nachbarort Wingeshausen bestätigt: „Ich hätte nicht gedacht, dass diese Einschränkungen so akzeptiert werden! Aber man sieht auch bei den Wanderern höchstens Pärchen oder Familien zusammen.“ Nicht zuletzt gab es lobende Worte für die Verwaltung: „Die Arbeit, die ihr leistet, ist hervorragend“, sagt Andreas Meinecke aus Schüllar. Ursula Belz aus der Kernstadt sieht das ähnlich: „Es gibt viel Akzeptanz und große Disziplin, aber die Menschen fühlen sich auch gut durch diese Krise geführt.“ Auch das Format der Videokonferenz kam bei den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern gut an.

In den Ortsteilen mussten die Dorfgemeinschafshäuser geschlossen werden. „Wir haben alle Veranstaltungen abgesagt“, so Helmut Janner aus Hemschlar. Ähnlich war es beim Rumilingene Haus in Raumland, wie Heinz Limper erzählt: „Teilweise haben die Mieter selbst storniert, teilweise mussten wir absagen.“ Friedhelm Wilke aus Weidenhausen ist dabei aber überall auf Verständnis gestoßen: „Da gab es keinerlei Diskussionen.“

Beddelhausens Ortsvorsteher Dieter Althaus hat die Erfahrung gemacht, dass Fragen schnell beantwortet werden: „Bei uns stand eine Beisetzung an. Aber da hat die Verwaltung gut unterstützt und erklärt, wie das in der aktuellen Situation möglich ist.“ In Arfeld wirbt Kai-Uwe Jochims dafür, die Regeln, die für den öffentlichen Raum gelten, auch im privaten Umfeld einzuhalten: „Dem Virus ist es egal, ob man vor oder hinter der Haustür zusammenkommt. Da hoffe ich auf Verständnis.“

In Girkhausen und in Sassenhausen sind in diesem Jahr Jubiläums-Feierlichkeiten geplant. „Wir werden im Dorf gemeinsam bald eine Entscheidung treffen“, kündigt Girkhausens Ortsvorsteher Timo Florin an. „Hinter unserem Jubiläum steht ein großes Fragezeichen“, fasst die Sassenhäuserin Anke Fuchs-Dreisbach zusammen. Im April werde man endgültig darüber entscheiden, ob und wie es weitergehe.

Dass die Ortvorsteher wie viele andere Bad Berleburger auch in dieser Situation ihren Humor nicht verlieren, beweist Martin Henk aus Christianseck, der darauf hinweist, dass dort „nichts anders als sonst“ ist. „Wir waren schon immer einsam.“ Aber auch im kleinen Christianseck macht sich die Situation durchaus bemerkbar: „Die Vereine haben ihre Aktivitäten auf Eis gelegt und die Leute im Dorf stellen auch ihre privaten Kontakte ein“, so Henk.

Ein weiteres wichtiges Thema für einige Ortsvorsteher ist der anstehende Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Dezernent Christoph Koch berichtete, dass es hierzu noch keine endgültige Entscheidung gebe. „Wir bleiben in Kontakt mit dem Kreis und geben die Informationen weiter, sobald wir sie haben“, so Koch.

Aktuelle Informationen gibt es zurzeit auch häufiger als sonst über die Facebook-Seite der Stadt sowie den Newsletter bei Telegram

(Donnerstag, 19.30 Uhr)

Ihre eigenen Spielplätze hat die Stadt Bad Berleburg bereits gesperrt und die Erfahrung gemacht, dass dies auch von den allermeisten Kindern und Familien akzeptiert wird. Nun weist die Verwaltung noch einmal darauf hin, dass die Sperrung auch für privat betriebene Spielplätze gilt, beispielsweise von Vereinen oder KiTa-Trägern. Bürgermeister Bernd Fuhrmann hat grundsätzlich Verständnis für die Bedürfnisse der Kinder und Eltern: „Angesichts des sonnigen Wetters im Moment ist die Sperrung sicherlich für den einen oder anderen ärgerlich, aber in der derzeitigen Ausnahmesituation ist es schlichtweg notwendig.“ Laut Bußgeldkatalog des Landes NRW ist es mit 4.000 Euro zu ahnden, wenn private Spielplätze weiter betrieben bzw. nicht abgesperrt werden.

Gemeinsam mit der Polizei hat das Ordnungsamt der Stadt Bad Berleburg heute eine Versammlung im Stadtpark aufgelöst, mit der gegen die aktuellen Auflagen verstoßen wurde. Ein entsprechendes Bußgeldverfahren wurde eingeleitet.

Für Bürgerinnen und Bürger, die sich selbst mit dem Corona-Virus infiziert haben oder sich in Quarantäne befinden, gilt übrigens besondere Vorsicht bei der Entsorgung des Mülls: Der mit Sekreten und Exkreten kontaminierte Müll muss in verknoteten Beuteln über die graue Restmülltonne entsorgt werden.

Die Stadt Bad Berleburg weist außerdem darauf hin, dass die Kleiderkammer, die ursprünglich am kommenden Montag wieder öffnen sollte, bis auf Weiteres geschlossen bleibt. 

(Mittwoch, 18.00 Uhr)

Nach der Ankündigung der Stadt Bad Berleburg, dass die Gebühren für die Offene Ganztagsschule im April nicht abgebucht werden, prüft die Verwaltung derzeit, bei welchen weiteren Gebühren es möglich und angebracht wäre, sie zu erlassen. Das betrifft zum Beispiel alle ähnlichen Betreuungsangebote an Grundschulen. Bürgermeister Bernd Fuhrmann: „Wo wir angesichts der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Belastungen Erleichterungen verschaffen können, möchten wir das selbstverständlich tun.“

In Bad Berleburg ist die Hilfsbereitschaft in der derzeitigen Situation nach wie vor groß und es entstehen immer neue Ideen und Möglichkeiten, um beispielsweise Lebensmittel, Speisen oder andere Dinge des täglichen Bedarfs zu liefern oder eine Gelegenheit zur Abholung zu schaffen. Die Verwaltung sammelt diese Möglichkeiten und hat hier eine Übersicht online gestellt. Weitere Angebote können per Facebook, Telegram oder E-Mail an s.treude@bad-berleburg.de gemeldet werden.

Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass die Elektroschrottsammelstelle bei der Firma Dirks für Selbstanlieferer ab sofort geschlossen ist. Auch das Unternehmen hat Schutzmaßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

(Dienstag, 18.30 Uhr)

Die Einschnitte aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus treffen insbesondere Gewerbetreibende und werden für sie teilweise sogar zur Existenzbedrohung. Auf Vorschlag von Bürgermeister Bernd Fuhrmann hat sich die Verwaltungsführung der Stadt Bad Berleburg deshalb übereinstimmend mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung auf finanzielle Erleichterungen geeinigt. „Das ist wichtig, denn jetzt ist schnell Hilfe gefragt“, betont Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Nachdem das Land sein 25-Milliarden-Hilfspaket für Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht hat, entlasten wir unsere Unternehmen ganz konkret vor Ort.“

So soll es unter anderem möglich sein, die Steuervorauszahlung an die Stadt Bad Berleburg bzw. den Gewerbesteuermessbetrag herabzusetzen. „Außerdem können Betroffene einen Antrag auf Stundung fälliger Steuerforderungen stellen, die von drei Monaten auf bis zu insgesamt ein Jahr verlängert werden kann. In Einzelfällen kann auch auf Stundungszinsen verzichtet werden, gleiches gilt für Säumniszuschläge bis zum 31. Dezember. Bis zum Ende des Jahres sollen außerdem keine Vollstreckungsmaßnahmen bei der Gewerbesteuer durch die Stadt Bad Berleburg durchgeführt werden“, erläutert Kämmerer Gerd Schneider.

Auch Eltern werden entlastet: Die Beiträge für die Offene Ganztagsschule sollen ab dem 1. April zunächst für einen Monat nicht abgebucht werden. Hotelbetriebe und die Bad Berleburger Kliniken werden außerdem rückwirkend zum 14. März vom Kurbeitrag befreit, da viele Einrichtungen geschlossen und Veranstaltungen abgesagt wurden. „Auch wir als Stadt Bad Berleburg wollen selbstverständlich unseren Beitrag dazu leisten, Wirtschaft und Privatpersonen finanziell zu entlasten, falls ihnen aufgrund der derzeitigen Situation Einbrüche entstehen“, betont Bernd Fuhrmann.

Eine weitere Neuerung betrifft die Telefonzentrale der Verwaltung: Wer aufgrund der aktuellen Situation psychologische Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter der 02751/923-0 melden. Ein entsprechendes Angebot wurde an die Stadt Bad Berleburg herangetragen.

Nachdem deutschlandweit seit Montag ein Kontaktverbot herrscht, hat das Land NRW nun auch einen Bußgeldkatalog erarbeitet und veröffentlicht, mit diese Regelungen durchgesetzt werden sollen. So wird zum Beispiel das gemeinsame Picknicken oder Grillen in der Öffentlichkeit mit einem Bußgeld von 250 Euro bestraft. Wenn mehr als zwei Personen gemeinsam in der Öffentlichkeit unterwegs sind, kostet das 200 Euro pro Person. Ab zehn Personen gilt es sogar als Straftat. Der gesamte Bußgeldkatalog ist hier einsehbar.

Der Bürgermeister hofft, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamts die Strafen nicht anwenden müssen: „Die Erfahrungen der vergangenen Tage haben gezeigt, dass die allermeisten Menschen in Bad Berleburg die Einschränkungen akzeptieren. Sollte das mal nicht der Fall sein, haben wir mit dem Bußgeldkatalog aber nun eine gute Grundlage, um Fehlverhalten entsprechend zu sanktionieren.“

(Montag, 17.00 Uhr)

Es ist ungewohnt ruhig geworden in den vergangenen Tagen. Deutschlandweit gilt seit Montag ein weitgehendes Kontaktverbot, das auch in Bad Berleburg spürbar ist. Wer in den vergangenen Tagen allerdings häufiger in der Stadt zu sehen ist, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamts. Auch diese können selbstverständlich nicht ständig und überall unterwegs sein, wie Bürgermeister Bernd Fuhrmann erklärt: „Bei 23 Ortsteilen ist es eine ambitionierte Aufgabe, die Einhaltung der momentanen Regelungen zu kontrollieren. Wir sind darauf angewiesen, dass jeder einzelne seine eigene Verantwortung annimmt, bauen aber auch auf eine dezentrale Unterstützung in den Ortschaften, beispielsweise durch die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher.“
 
In der Abteilung „Sicherheit und Ordnung“ der Stadt Bad Berleburg hat sich der Fokus in den vergangenen Tagen verschoben. Die aktuelle Situation durch die Ausbreitung des Corona-Virus bestimmt einen Großteil der Arbeit. „Wir haben deshalb das Personal in diesem Bereich durch die Änderung interner Abläufe aufgestockt, um die zusätzlichen Aufgaben leisten zu können“, so der Rathaus-Chef. Außerdem gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Fuhrmanns Erfahrung der vergangenen Tage ist, „dass die allermeisten Menschen verstanden haben, dass die Lage ernst ist und dass sie deshalb sehr aufmerksam sind.“
 
In den allermeisten Fällen sind die Kontrollen des Ordnungsamts unauffällig, vereinzelt mussten aber auch in den vergangenen Stunden und Tagen noch größere Personengruppen aufgelöst werden. Seit heute gilt: Im öffentlichen Raum darf man sich mit maximal zwei Personen bewegen, ausgenommen sind Mitglieder der Kernfamilie. Alle Detailfragen kann aber auch die Stadt derzeit noch nicht beantworten, gibt Bernd Fuhrmann zu: „Im Moment geht alles sehr schnell und wir bekommen natürlich viele Fragen dazu. Es ist grundsätzlich auch gut, dass zügig und konsequent gehandelt wird. Dabei kann aber gar nicht immer jeder Einzelfall bedacht werden.“ Der Bürgermeister ist sich aber sicher: „Die nächsten Tage werden weitere Informationen und Klarheit bringen.“
 
Die Stadt Bad Berleburg weist außerdem darauf hin, dass angesichts der aktuellen Ausnahmesituation vorerst kein Sperrmüll mehr abgefahren wird. Hintergrund sind Kapazitätsengpässe bei den Verwertungsanlagen. Wer seinen Sperrmüll schon angemeldet und einen Termin zur Abfuhr bekommen hat, wird vom Unternehmen Stratmann über die Absage informiert. Sperrmüll, der schon an der Straße liegt, muss zunächst wieder weggeräumt werden und sollte einen Tag vor dem neuen Termin wieder bereitgestellt werden.
 
Eine große Herausforderung ist die aktuelle Situation für Unternehmen und den lokalen Einzelhandel. Erste Maßnahmen für die Wirtschaft sind von der Politik bereits beschlossen worden, weitere sollen in dieser Woche folgen. Bürgermeister Bernd Fuhrmann weist in diesem Zusammenhang auch auf die Internetseite der Stadt Bad Berleburg hin: „Dort stellen wir neben den aktuellen Informationen hilfreiche Links für Unternehmen und Selbstständige zur Verfügung.“ Außerdem möchte die Verwaltung auf die Möglichkeiten zur Abholung oder Lieferung von Lebensmitteln hinweisen. „Viele gastronomische Betriebe und der Handel sind ja derzeit sehr kreativ und finden für sich neue Wege und Lösungen“, freut sich Fuhrmann. „Steffes Hof in Weidenhausen und das Goetheplatz Café sind nur zwei Beispiele dafür. Diese hilfreichen Angebote möchten wir gerne publik machen und unterstützen.“
 

Informationen zu Lieferdiensten können beispielsweise über die Facebook-Seite der Stadt, per Telegram oder per Mail an s.treude@bad-berleburg.de weitergegeben werden.

(Sonntag, 19.30 Uhr)

Die Stadt Bad Berleburg begrüßt die neuen Regelungen, auf die sich Bund und Länder am Sonntag geeinigt haben. Das ist in einer kurzfristig einberufenen Videokonferenz des SAE (Stab für außergewöhnliche Ereignisse) deutlich geworden. „Unsere Kontrollen haben auch heute gezeigt, dass in Bad Berleburg die allermeisten Menschen bereits Kontakte vermeiden. Dafür bedanken wir uns bei allen“, betont Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Trotzdem gibt es auch bei uns vereinzelt Ausreißer und in größeren Städten sieht die Situation wiederum anders aus.“

Eine Rechtsverordnung seitens des Landes NRW folgt, nach aktuellen Mitteilungen ist aber Folgendes vorgesehen: Deutschlandweit gilt ab Montag im öffentlichen Raum ein weitgehendes Kontaktverbot. Das heißt, dass nicht mehr als zwei Personen gemeinsam unterwegs sein dürfen, ausgenommen sind Angehörige des eigenen Haushalts. Dieses Kontaktverbot gilt nicht für zwingend erforderliche berufliche Termine, den Öffentlichen Personennahverkehr und Beerdigungen. Notwendige Tätigkeiten wie Einkaufen, der Weg zum Arzt oder Hilfe für andere Menschen sind weiterhin möglich.

Zu anderen Personen soll ein Mindestabstand von 1,50 Metern – besser 2 Metern – eingehalten werden. Das bedeutet auch, dass Dienstleistungen, die bisher noch erlaubt waren, zukünftig ebenfalls nicht mehr angeboten werden dürfen. Insbesondere Friseursalons, Massage- und Kosmetikstudios bleiben deshalb geschlossen, weil hier enger körperlicher Kontakt notwendig ist. Medizinische Behandlungen bleiben aber möglich.

Wer sich nicht an diese Regeln hält, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro, bei schweren Verstößen auch eine strafrechtliche Verfolgung.

Der SAE hat außerdem am Sonntag beschlossen, dass die Telefonzentrale im Rathaus ab Montag länger besetzt sein wird: werktags von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Die Rufnummer lautet 02751/923-0. Hier können Fragen zum Corona-Virus, die insbesondere die Stadt Bad Berleburg betreffen, gestellt werden.

„Wir haben festgestellt, dass viele Menschen auch nach der regulären Dienstzeit noch Fragen stellen möchten“, erklärt Fuhrmann, „das ermöglichen wir damit.“ So sollen außerdem die Telefonnummern der Rufbereitschaften sowie die Notrufnummern 110 und 112 entlastet werden. „Diese Leitungen müssen unbedingt für Notfälle frei bleiben“, so der Bürgermeister. Die Stadt weist auch noch einmal auf die Hotline des Kreises Siegen-Wittgenstein hin, die montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der 0271/333-1120 erreichbar ist und unter anderem Fragen zu den Themen Gesundheit und Quarantäne beantwortet. Diese fallen in die Zuständigkeit des Kreisgesundheitsamts.

Zur Klarheit fügen wir zusätzlich die Formulierung des Landes NRW bei:

 

Neben dem weitreichenden individuellen Kontaktverbot hat die Landesregierung weitere Restriktionen beschlossen. Einige zentrale Änderungen im Überblick:

 

Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

Besuche sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Die Einrichtungsleitung soll Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist (z.B. auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).

 

Handwerk, Dienstleistungsgewerbe

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen.
Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör.
Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt. Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.

 

Handel

Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal), unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

 

Gastronomie

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt.
Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

 

Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste, Beerdigungen

Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge (insbesondere Blutspendetermine) zu dienen bestimmt sind. Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben; Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben.
Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familienkreis.

Bibliotheken

Bibliotheken einschließlich Bibliotheken an Hochschulen haben den Zugang zu ihren Angeboten zu beschränken und nur unter strengen Schutzauflagen (insbesondere Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Lese- und Arbeitsplätzen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen) zu gestatten.
 
Die Rechtsverordnung tritt am Montag, 23. März 2020 um 00.00 Uhr in Kraft. 

 

(Samstag, 19.00 Uhr)

Die momentanen Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind in Bad Berleburg am Freitagabend ganz überwiegend eingehalten worden. Das hat sich aus Kontrollen der Verwaltung sowie der Polizei ergeben. Dies wurde in der heutigen Sitzung des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse thematisiert. Das Ordnungsamt war mit einer Streife unterwegs und musste lediglich eine kleinere Versammlung im Stadtpark auflösen. Auch aus den Ortschaften wurden keine Auffälligkeiten berichtet. Die Polizei hat in einem Telefonat mit dem Ordnungsamt angegeben, dass sie ebenfalls keine Verstöße festgestellt hat. „Das zeigt uns, dass schon viele Menschen in Bad Berleburg verstanden haben, worum es hier geht und wie ernst die Lage ist“, fasst Bürgermeister Bernd Fuhrmann zusammen.
 
Ein weiteres Thema der Videokonferenz des Stabes war eine Veränderung, die das Land NRW bezüglich der Notbetreuung von Schülerinnen und Schülern sowie KiTa-Kindern vorgenommen hat. Ab sofort wird diese Betreuung auch angeboten, wenn nur ein Elternteil in einer Schlüsselposition arbeitet. „Wer vor diesem Hintergrund eine Betreuung in Anspruch nehmen kann und möchte, sollte sich mit der Schulleitung oder der KiTa in Verbindung setzen“, erklärt die zuständige Fachbereichsleiterin Regina Linde.
 
Nach der neuen Erlasslage haben nun auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr einen Anspruch auf die Notbetreuung. Bürgermeister Bernd Fuhrmann  begrüßt das, da die Freiwillige Feuerwehr eine wichtige Aufgabe erfüllt, appelliert jedoch an alle, die Nobetreuung nicht pauschal in Anspruch zu nehmen: „Wir müssen dabei auch bedenken, dass dann wieder mehr Kinder in Kontakt miteinander kommen könnten. Deshalb ist unsere Bitte, dass nur die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die Notbetreuung in Anspruch nehmen, die sich in der Tagesverfügbarkeit befinden und keine anderweitige Betreuung sicherstellen können.“
 
Auch am Samstag waren tagsüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamts in der Stadt unterwegs und kontrollierten den Einzelhandel – dahingehend, welche Geschäfte geöffnet waren, aber auch bezüglich der umzusetzenden Auflagen. Diese Kontrolle war ebenfalls größtenteils unauffällig, eine Verwarnung wurde ausgesprochen, der Grund hierfür waren nicht ausreichende Hygienemaßnahmen. 

(Freitag, 15.30 Uhr)

Die Stadtverwaltung Bad Berleburg hat in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, ihre Leistungen dauerhaft sicherzustellen. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich das Corona-Virus auch bei uns mehr und mehr ausbreitet“, so Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Deshalb bereiten wir uns bestmöglich vor und stellen unsere Arbeit so um, dass wir Risiken vermeiden und gleichzeitig als Verwaltung handlungsfähig bleiben – auch auf längere Sicht.“
 
Ein besonderer Fokus liegt auf der kritischen Infrastruktur, unter anderem der Versorgung mit Trinkwasser sowie der Beseitigung von Abwasser. Achim Vorbau, Betriebsleiter der Stadtwerke, erklärt die Regelung: „Wir haben unsere Mitarbeiter so aufgeteilt, dass sie sich möglichst nicht begegnen und unabhängig voneinander arbeiten können.“ Das gilt für die Kläranlagen, aber auch für den Bereich der Trinkwasserversorgung: Jeweils zwei Wassermeister arbeiten in Bad Berleburg, zwei in Hatzfeld. „An diesem Beispiel wird die gute interkommunale Zusammenarbeit auch über Landesgrenzen hinaus deutlich“, betont Bernd Fuhrmann.
 
Im Baubetriebshof arbeiten die Mitarbeiter nun in unterschiedlichen Schichten und im Rathaus wurde in den letzten Tagen umgezogen. Teilweise arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause aus – insbesondere, wenn sie zur Risikogruppe gehören. Die räumliche Situation wurde so entzerrt, dass Büros nur noch mit jeweils einer Person besetzt sind. „Trotzdem sind wir für unsere Bürgerinnen und Bürger natürlich weiterhin erreichbar“, so der Rathaus-Chef. „Wer ein dringendes Anliegen hat, kann telefonisch oder per E-Mail einen Termin abstimmen.“
 
Auch für allgemeine Fragen zur aktuellen Situation oder Anregungen zur Organisation steht die Telefonzentrale des Rathauses unter 02751/923-0 während der Öffnungszeiten zur Verfügung. Die Verwaltung bittet darum, über diese Telefonnummer oder alternativ per E-Mail oder die sozialen Medien Kontakt aufzunehmen. Die Rufbereitschaften der verschiedenen Bereiche des Rathauses dienen – ebenso wie die Notrufnummern 110 und 112 – nur für Notfälle. Bernd Fuhrmann: „So sehr wir die Unsicherheiten und Fragen nachvollziehen können: Aber sind unsere Rufbereitschaften dadurch blockiert, kommen tatsächliche Notfälle nicht mehr zu uns durch.“
 
Mit Blick auf die eine oder andere Versammlung von Gruppen in den vergangenen Tagen appelliert die Stadt noch einmal eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich an die Regeln zu halten: soziale Kontakte so gut es geht vermeiden, Abstand halten und auch andere zum Einhalten dieser Regeln animieren. Der Bürgermeister wird deutlich: „Sollte das nicht allein durch den gesunden Menschenverstand funktionieren, scheue ich mich nicht, in Abstimmung mit den Ratsfraktionen und dem Stab für außergewöhnliche Ereignisse umgehend klare und härtere Maßnahmen zu veranlassen.“ 

(Donnerstag, 19.00 Uhr)

Wer darf nicht mehr öffnen? Wer darf? Und unter welchen Umständen und wie lang? Der Donnerstag stand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bad Berleburg ganz im Zeichen der Information des Einzelhandels und der Lokale, die von der Allgemeinverfügung des Kreises Siegen-Wittgenstein betroffen sind. Vier Mitarbeiter waren dazu in der Stadt unterwegs, die Reaktionen der betroffenen Händler und Betreiber waren laut Verwaltung ruhig und besonnen. Wie bereits berichtet, dürfen Restaurants und Teile des Einzelhandels nicht mehr öffnen, die Grundversorgung ist unter Auflagen gewährleistet. Bei Fragen und Unsicherheiten stehen die Rathaus-Mitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung.

Der Handel vor Ort ist auch ein Thema, das Bürgermeister Bernd Fuhrmann am Herzen liegt: „Bitte unterstützt unseren Einzelhandel vor Ort. Kauft jetzt nur das Nötigste und bestellt nicht alles online. Wenn die Krise vorbei ist, sollten wir alle unsere Läden und die Landwirtschaft vor Ort am Leben erhalten, denn sie sind unsere Nachbarn und Freunde und sind für uns da“, so Fuhrmann in einem Video, das hier zu sehen ist.

Der Bürgermeister lobt die Solidarität in den Ortsteilen und ruft zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf – auch im Sinne der Rathaus-Mitarbeiter: „Wie in der Vergangenheit bereitet sich die Stadt Bad Berleburg gut vor auf das, was noch kommt. Im Rathaus tun wir dabei wirklich alles, was möglich ist. Sicher werden dabei auch Fehler passieren, aber wir sollten jetzt auf das große Ganze blicken. Bei der Geschwindigkeit der Veränderung habt bitte Verständnis für unsere Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung und draußen auf der Straße. Wir bemühen uns, auf alles einzugehen, aber es ist eben nicht möglich an alles zu denken und es in unserer deutschen Gründlichkeit direkt zu regeln. Unterstützt uns mit dem gesunden Menschenverstand, der ist jetzt mehr gefragt denn je.“

Hilfreiche Links für Unternehmen und Selbstständige:

Infos des NRW-Wirtschaftsministeriums

Infos für Gastronomen und Bettenanbieter

FAQ zum Corona-Hilfsprogramm des Bundesfinanzministeriums

FAQ des Robert Koch-Instituts zum Coronavirus

 

Es werden weitere Liefer- und Abholdienste angeboten:

Das Goetheplatz-Café erreicht man zwischen 10 und 15 Uhr unter 02751/920505. Dort erhält man zum Beispiel Kuchen, Suppen, Müsli oder Sandwiches. Zur Facebookseite geht es hier.

Beim Landhaus Wittgenstein bekommt man Grobbels Handgemachtes (z.B. Suppen, Fleischgerichte, Saucen, Gemüse und Kuchen) – auch bis zur Haustür. Hier geht's zur Internet-Seite.

(Mittwoch, 19.30 Uhr)

Am heutigen Mittwoch sind im Kreisgesundheitsamt drei weitere positive Corona-Testergebnisse eingegangen. Es handelt sich um zwei Männer Mitte Dreißig aus Kreuztal und eine Frau in den 60ern aus Bad Berleburg. Alle drei haben sich hier vor Ort infiziert, und zwar über Personen, die sich in Österreich aufgehalten haben.

Bei der Frau aus Bad Berleburg handelt es sich um eine Lehrkraft der Grundschule Berghausen. Sie hat sich schon vor einer Woche krank gemeldet und war seitdem nicht mehr in der Schule. Das Kreisgesundheitsamt wird alle Eltern von Schülern der Schule anschreiben. Grundsätzlich gilt: Die Kinder sollten das Haus nicht verlassen und beobachtet werden. Sollten Krankheitssymptome auftreten, muss ein niedergelassener Arzt kontaktiert werden, damit er dann eine Überweisung zur Testung an das Kreisgesundheitsamt sendet. Das wiederum setzt sich dann mit der Familie in Verbindung, um die Testung abzustimmen.

Mit den drei heutigen Fällen gibt es zurzeit insgesamt 29 bestätige Infizierungen mit dem Coronavirus in Siegen-Wittgenstein.

(Mittwoch, 16.00 Uhr)

Die Ausbreitung des Corona-Virus wirkt sich nach und nach auf alle Lebensbereiche aus. Während die Meldungen gestern noch anders lauteten, werden nun auch Betriebe des Einzelhandels sowie Restaurants geschlossen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden eine Allgemeinverfügung erlassen, in der alle Regelungen zusammengefasst sind, die zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus bereits erlassen wurden bzw. jetzt neu erlassen werden. Damit wollen Landrat Andreas Müller und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sicherstellen, dass in allen elf Städten und Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein einheitliche Regelungen gelten.

Neu ist insbesondere die Anordnung zur Schließung von Restaurants („Speise- und Schankwirtschaften“). Während das Land hier noch Öffnungszeiten bis zum Nachmittag vorsieht, müssen Restaurants in Siegen-Wittgenstein grundsätzlich schließen. Der Passus in der Allgemeinverfügung lautet: „Alle Angebote zum gemeinsamen Verzehr von Speisen und/oder Getränken sind einzustellen.“ Ausgenommen von diesem Verbot sind ausdrücklich „Speisewirtschaften, die Speisen ausschließlich über die folgenden Distributionswege anbieten:
a. Außer-Haus-Abhol-Service
b. Bring- / Lieferservice
c. Drive-in / Drive-through
d. Imbiss- / Thekenverkauf ‚auf die Hand‘“

Die Verfügung weist aber auch darauf hin, dass diese Speisewirtschaften die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene und zur Steuerung des Zutritts treffen müssen, um z.B. Warteschlangen zu vermeiden.

Zudem müssen alle Einzelhandelsgeschäfte schließen, die nicht der Grundversorgung der Bevölkerung dienen. Ausgenommen von dem Verbot sind deshalb: der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Gleichzeitig werden die Ladenöffnungszeiten gelockert: Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken sowie der Großhandel dürfen bis auf weiteres auch sonntags und feiertags von 13:00 bis 18:00 Uhr öffnen, allerdings nicht an Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

„Shopping-malls“ und Einkaufszentren dürfen weiter offen gehalten werden, wenn sich dort Geschäfte befinden, die nach dieser Allgemeinverfügung auch künftig Waren verkaufen dürfen. Die Center-Betreiber müssen aber sicherstellen, dass Besucher sich tatsächlich nur dort aufhalten, um die entsprechenden Einkäufe zu tätigen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen.

Alle Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind dagegen untersagt.

Auch Versammlungen zur Religionsausübung sollen nicht stattfinden – „bleiben aus“ ist die entsprechende Formulierung in der Verfügung.

Ganz grundsätzlich ordnet die Allgemeinverfügung an, dass alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel, untersagt sind. Außer diese Veranstaltungen sind notwendig, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten oder sie dienen der Daseinsfür- und -vorsorge.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten, die das RKI definiert hat, dürfen nach ihrer Rückkehr 14 Tage lang verschiedene Bereiche nicht betreten – zum  Beispiel Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen, „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“, Schulen und Heime, in denen überwiegend minderjährige Personen betreut werden. Aber auch für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen und Tageskliniken gilt das Betretungsverbot. Gleiches gilt für stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sowie für besondere Wohnformen im Sinne des SGB IX sowie ähnliche Einrichtungen. Und auch Berufsschulen und Hochschulen dürfen von Rückkehrern aus Risikogebieten 14 Tage lang nicht betreten werden.

Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe, besondere Wohnformen im Sinne des SGB IX sowie ähnliche Einrichtungen müssen zudem Maßnahmen ergreifen, um den Eintrag von Corona-Viren zu erschweren, Patienten und Personal zu schützen und persönliche Schutzausrüstung einzusparen. Dazu gehören Besuchsverbote sowie Einschränkungen von Besuchern auf maximal einen pro Patienten bzw. Bewohner und Tag. Hier sind in besonderen Bereichen Ausnahmen möglich.

Kantinen, Cafeterien oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen in diesen Häusern  müssen für Patienten und Besucher geschlossen werden. Sämtliche Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Informationsveranstaltungen etc. sind zu unterlassen.

Der Zugang zu Bibliotheken (außer Bibliotheken an Hochschulen), Mensen und Speisegaststätten in Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen wird beschränkt und ist nur unter strengen Auflagen sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich gestattet. Dazu gehört die Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, die Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von zwei Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zur richtigen Hygienemaßnahmen etc.

Darüber hinaus bekräftigt die Allgemeinverfügung noch einmal, dass alle Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote, die aufgrund des engen menschlichen Kontaktes das Risiko bergen, eine weitere Verbreitung des SARS-CoV-2 zu begünstigen, geschlossen werden bzw. einzustellen sind. Das betrifft:
a. Kneipen, Cafés, Bars, Clubs, Discotheken, Tanzschulen, Opern- und Konzerthäuser, Kinos, Theater, Museen und ähnliche Einrichtungen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen.
b. Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen
c. Fitnessstudios, Badeanstalten (auch Spaßbäder), Saunen und ähnliche Einrichtungen
d. Spiel- und Bolzplätze
e. Volkshochschulen, Musikschulen in sonstigen öffentlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen
f. Reisebusreisen
g. Einrichtungen, Veranstaltungen oder Zusammenkünfte der Vereine und Verbände, jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie sonstige Sport- und Freizeiteinrichtungen
h. Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit
i. Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und ähnliche Freizeiteinrichtungen
j. Bordelle, Prostitutionsstätten und ähnliche Einrichtungen

Der Landrat hat die sofortige Vollziehung dieser Allgemeinverfügung angeordnet. Sie wird mit der Veröffentlichung am morgigen Donnerstag in Kraft treten und kann auf der Homepage des Kreises Siegen-Wittgenstein unter www.siegen-wittgenstein.de/coronavirus nachgelesen werden.

Bürgermeister Bernd Fuhrmann appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, die Einschränkungen zu akzeptieren: „Wir alle müssen unsere persönlichen Interessen zumindest eine Zeitlang zurückstellen – im Interesse aller, gerade aber für die ältere Bevölkerung, für Menschen mit Vorerkrankungen und für das Gesundheitssystem, das wir nicht überlasten dürfen.“ Für eine „Jetzt erst Recht“-Haltung hat der Verwaltungschef kein Verständnis: „Für Corona-Partys oder ähnliches ist jetzt nicht die Zeit.“ Solche Vorfälle habe es aber auch in öffentlichen Gebäuden bereits gegeben. „Dem werden wir natürlich nachgehen“, so Fuhrmann. „Mein dringender Appell an alle ist: Verschieben Sie die Feiern auf später! Wir können gerne gemeinsam feiern, wenn alles überstanden ist. Aber je strenger wir jetzt mit uns selbst sind, desto früher werden wir es überstanden haben.“

Änderungen betreffen auch die Müllabfuhr: Das Unternehmen Stratmann, das die Abfuhr von Rest- und Bioabfall sowie Altpapier für die Stadt Bad Berleburg übernimmt, hat versichert, dass es seiner Leistungspflicht so lange wie möglich nachkommen wird. Allerdings wird im Bad Berleburger Stadtgebiet zurzeit viel Sperrmüll und Elektroschrott angemeldet, dessen Abholung im Moment keine Priorität hat. Verwaltung und Unternehmen bitten hier um Verständnis, dass sich die Abfuhr in diesem Bereich verzögern kann.

Ein Hinweis für diejenigen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder sich in Quarantäne befinden: Ihr Müll muss unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen entsorgt werden, das heißt, dass der gesamte Müll in verknoteten Beuteln über die graue Restmülltonne entsorgt werden muss.

Die Stadt Bad Berleburg weist außerdem darauf hin, dass die Aktion „Saubere Landschaft“ erst mal nicht durchgeführt werden darf. Grundsätzlich nimmt die Verwaltung schon Anträge hierfür entgegen, das konkrete Datum kann nachgereicht werden.

Da gerade in der derzeitigen Situation ehrenamtliche Hilfe gefragt ist, agiert die Verwaltung als Koordinierungsstelle. Wer also im Alltag nun Hilfe benötigt oder selbst Hilfe anbieten möchte, kann sich im Rathaus melden. Hierzu wird das bereits bestehende Angebot der Ehrenamtsbörse genutzt. Die Telefonzentrale des Rathauses ist unter der 02751/923-0 erreichbar.

Außerdem bietet der Großhandel 3F in Bad Berleburg jetzt auch einen Lieferservice für Privathaushalte in den Bad Berleburger Ortsteilen an. Zum Bestellformular geht es hier: https://www.3f-berleburg.de/?privatlieferung

(Dienstag, 17.30 Uhr)

„Wir erwarten einen Sturm – aber es weht noch kein Wind.“ So formulierte es Bürgermeister Bernd Fuhrmann in der Sitzung des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse Bad Berleburg am Dienstag. Der Verwaltungschef ging damit auf die Situation ein, dass in Bad Berleburg (Stand: 17. März, 15.00 Uhr) nach wie vor zwei Fälle einer Corona-Infektion gemeldet sind und in der VAMED-Klinik niemand mit dieser Diagnose stationär behandelt wird. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich das bald ändert“, ist sich Fuhrmann gemeinsam mit Chefarzt Dr. Frank Melz sicher. „Darauf sollten wir uns wie in der Vergangenheit bestmöglich vorbereiten.“

Eine Entscheidung des Stabs war am Dienstag, dass auch das Rathaus der Stadt Bad Berleburg seine Arbeit umstellt. Zwei Gründe haben dazu geführt, wie der Bürgermeister erklärt: „Zum einen hat das Robert-Koch-Institut die Gefahrenlage am Dienstag als hoch eingestuft, das ist eine neue Qualität. Zum zweiten haben wir leider die Erfahrung gemacht, dass es eben nicht nur dringende Anliegen waren, die die Menschen in den vergangenen Tagen ins Rathaus geführt haben.“ Ab Mittwoch gilt, so Beigeordneter Volker Sonneborn: „Wer ein dringendes Anliegen hat, muss sich zunächst telefonisch oder per E-Mail im Rathaus melden und einen Termin vereinbaren.“ Die Kontaktdaten der einzelnen Mitarbeiter sind hier veröffentlicht, die Telefonzentrale ist unter 02751/923-0 und per Mail an buergerbuero@bad-berleburg.de erreichbar. Die Schließung betrifft auch die Tourist-Info im Bürgerhaus.

Die Arbeit des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse soll langfristig an sieben Tagen pro Woche sichergestellt sein, um täglich auf die aktuelle Situation in Bad Berleburg und der Region reagieren zu können. Aktueller Beschluss von Dienstag: Die Stadt richtet sich nach dem neuesten Erlass der NRW-Landesregierung in Abstimmung mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein und weiteren Kommunen. Das gilt laut Erlass der NRW-Landesregierung ab morgen:

-        Geöffnet bleibt der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Für diese Bereiche sollen die Sonntagsverkaufsverbote bis auf Weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden.

-        Alle Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen treffen.

-        Spiel- und Bolzplätze werden geschlossen.

-        Zusätzlich zu den bisherigen Sperrungen und Schließungen werden jetzt auch die Kneipen und Cafés im Stadtgebiet geschlossen.

-        Restaurants dürfen nur noch bis 15.00 Uhr geöffnet bleiben, um eine Versorgung mit einer warmen Mahlzeit zu gewährleisten.

-        Sämtliche Zusammenkünfte, auch der Religionsgemeinschaften, sind nicht mehr erlaubt.

-        Übernachtungsangebote dürfen nur zu nicht-touristischen Zwecken genutzt werden.

-        Reisebusreisen sind untersagt.

(Montag, 17.00 Uhr)

Die Stadt Bad Berleburg verweist auf ihre geltende Allgemeinverfügung von Samstag, den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen von Sonntag, 15. März, und die aktuellen Meldungen der Sitzung einer Bund-Länder-Kommission nach 16.00 Uhr. Die Maßnahmen dienen dem Schutz der Bevölkerung.   

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse Bad Berleburg hat diese und weitere Maßnahmen in seiner Sitzung am Montag beschlossen. „Für uns ist es wichtig, schnelle Entscheidungen für unsere Stadt der Dörfer zu treffen“, erklärt Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Wir müssen alles dafür tun, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen – und da ist jetzt jede und jeder Einzelne gefragt.“ Der Stab tagt deshalb seit Freitag täglich und informiert jeden Nachmittag auch über hier auf dieser Seite, über Facebook und Telegram. 

Das betrifft insbesondere die Schließung von Begegnungsstätten und Einrichtungen im Stadtgebiet, z.B. Fitnessstudios (ausgenommen sind Einzelmaßnahmen zur Rehabilitation), Spielhallen und Prostitutionsbetriebe. Auch Treffen in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie der Besuch öffentlicher und privater Bildungseinrichtungen sind ab Dienstag nicht mehr gestattet.

 Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach dem Robert-Koch-Institut gilt 14 Tage lang nach ihrem Aufenthalt dort ein Betretungsverbot für Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Kindertagespflegestellen, Schulen etc. sowie für Kliniken und Krankenhäuser.

Der Besuch von Restaurants und Gaststätten ist nur noch beschränkt bzw. unter strengen Auflagen möglich: Laut Landeserlass müssen sich Besucher registrieren lassen und ihre Kontaktdaten hinterlegen, die Besucherzahl wird insgesamt beschränkt und die Tische müssen mit einem Abstand von mindestens zwei Metern aufgestellt werden. Außerdem müssen Informationen mit Hinweisen zu Hygienemaßnahmen ausgehängt werden.

Mit Blick auf die geplanten Osterfeuer in den Ortsteilen hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse festgestellt, dass diese öffentlichen Charakter haben und somit ebenfalls untersagt sind. Das Abbrennen der bisher aufgehäuften Feuer im Vorfeld der ursprünglich geplanten Veranstaltungen ist gestattet und muss von einer oder maximal zwei Personen beaufsichtigt werden.

Trauungen und Trauerfeiern dürfen nach der Entscheidung des Stabes nach wie vor stattfinden, allerdings nur noch im engsten Familienkreis, also mit maximal zehn Personen. Es müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, z.B. muss ein größerer Abstand zwischen den Besuchern eingehalten werden.

Da gerade in der derzeitigen Situation ehrenamtliche Hilfe gefragt ist, agiert die Stadt Bad Berleburg ab sofort auch als Koordinierungsstelle. Wer also im Alltag nun Hilfe benötigt oder selbst Hilfe anbieten möchte, kann sich im Rathaus melden. Hierzu wird das bereits bestehende Angebot der Ehrenamtsbörse genutzt. Die Telefonzentrale des Rathauses ist unter der 02751/923-0 erreichbar.

Darüber hinaus gibt es mittlerweile in den Ortsteilen Initiativen und Interessenten, die Nachbarschaftshilfe anbieten, weiß Bernd Fuhrmann: „Unser Dank gilt hier den Ortsvorstehern, Kirchengemeinden und allen engagierten Bürgern, die sich an vielen Stellen einsetzen und ebenfalls Unterstützung leisten oder koordinieren.“

Alle Beratungsangebote, die üblicherweise im Rathaus stattfinden, sind derzeit ausgesetzt. Katrin Spies-Gußmann, die die Beratung „Blickpunkt Auge“ für Menschen mit Sehbehinderung anbietet, kann telefonisch unter 02751/411665 kontaktiert werden. Die Außensprechzeit der Teilhabeberatung am 25. März findet nicht statt. Telefonisch und per E-Mail kann die Beratungsstelle in Siegen kontaktiert werden: 0271/48536900, info@teilhabeberatung-siegen.de. Das Jobcenter des Kreises Siegen-Wittgenstein bleibt ab Mittwoch, 18. März, für Kunden geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verstärkt telefonisch oder elektronisch erreichbar.

(Sonntag, 18.00 Uhr)

Alle öffentlichen Veranstaltungen – unabhängig von der Zahl der zu erwartenden Personen – sind ab sofort in Bad Berleburg untersagt. Eine entsprechende Verfügung ist am Samstag durch Bürgermeister Bernd Fuhrmann nach einer Sitzung des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse Bad Berleburg erlassen worden. Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat am Freitag in einem Erlass deutlich gemacht, dass hiervon nur Veranstaltungen ausgenommen sind, die notwendig sind, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder die Daseinsvorsorge aufrechtzuerhalten.

Aufgrund zahlreicher besorgter Nachfragen empfiehlt die Stadt Bad Berleburg dringend die Absage von Veranstaltungen auch für den privaten Bereich, zum Beispiel Geburtstagsfeiern. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts sind zur Bewältigung der aktuellen Weiterverbreitung des Corona-Virus „massive Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes erforderlich“. Damit sind gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit verbunden.

„Die Maßnahmen sind sicherlich schmerzlich, aber jetzt auch umgehend notwendig, um der weiteren Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken“, erklärt Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Wir müssen Zeit gewinnen, damit unser Gesundheitssystem diese zusätzlichen Belastungen weiterhin stemmen kann. Mein Dank gilt allen, die an der Umsetzung mitwirken, insbesondere natürlich im Gesundheitsbereich. Es ist beeindruckend, wie groß die Solidarität in unserer Stadt der Dörfer ist: Das reicht vom Verständnis für abgesagte Veranstaltungen und andere Einschränkungen bis zum persönlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.“

Außerdem bleiben alle öffentlichen Einrichtungen wie die Stadtbücherei, das Rothaarbad, die städtischen Sportstätten und Dorfgemeinschaftshäuser gesperrt. Die Dienststellen im Rathaus sowie die Tourist-Info im Bürgerhaus am Markt öffnen weiterhin als wichtige Anlaufstellen. Diese sollen aber nur in dringenden Fällen aufgesucht werden, so der Beigeordnete Volker Sonneborn: „Wenn möglich, sollten Anfragen an uns im Moment per Telefon oder E-Mail gestellt werden. Vieles lässt sich auch auf diesem Weg schon klären.“ Sollte ein persönlicher Termin notwendig sein, bittet die Stadt darum, die jeweiligen Mitarbeiter zunächst telefonisch zu kontaktieren. Die Zentrale des Rathauses ist über die 02751/923-0 erreichbar, ein Verzeichnis aller Mitarbeiter und Telefonnummern ist auf www.bad-berleburg.de zu finden.

Die aktuellen Erlasse des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales konkretisieren außerdem die Schließung von Schulen und Kitas ab kommenden Montag. An den Schulen wird Montag und Dienstag eine Notbetreuung sichergestellt, falls Eltern bislang keine anderweitige Betreuung organisieren konnten. Ab Mittwoch, 18. März, werden Schülerinnen und Schüler bis zur Jahrgangsstufe 6 betreut, wenn ihre Eltern an besonders wichtigen Stellen beschäftigt sind.

Laut Ministerium zählen dazu insbesondere „alle Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung des Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), der Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), der Lebensmittelversorgung und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen“. Die betroffenen Eltern, die keine anderweitige Betreuung sicherstellen können, müssen eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers für beide Elternteile vorlegen. Eine Vorlage dazu kann hier heruntergeladen werden.

Für KiTas gilt die Schließung laut Ministerium bereits ab Montag ohne Übergangszeit. Eine Betreuung soll auch hier für Eltern gewährleistet sein, die an den oben genannten Stellen tätig sind. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hatte in einer am Freitagabend veröffentlichten Pressemitteilung allerdings erklärt, dass alle KiTas in Siegen-Wittgenstein noch am Montag für eine Notbetreuung geöffnet bleiben. Am Montag werden die Jugendämter des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie der Stadt Siegen über die weitere Vorgehensweise beraten.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat außerdem erlassen, dass Besuche in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern auf das Notwendigste beschränkt werden sollen: Für Pflegeeinrichtungen bedeutet dies je Bewohner und Bewohnerin auf eine Person pro Tag und maximal eine Stunde. Besuche sollen künftig auf dem Zimmer und nicht in Gemeinschaftsräumen stattfinden. Besucher und Mitarbeiter werden registriert, Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet laut Robert-Koch-Institut aufgehalten haben, dürfen die ersten 14 Tage nach ihrer Rückkehr keine Pflegeeinrichtung betreten. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich. Es wird darum gebeten, die Frage der Notwendigkeit möglichst online oder telefonisch mit der jeweiligen Pflegeeinrichtung zu klären.

Die Stadt Bad Berleburg wird bis auf Weiteres täglich um ca. 15.00 Uhr per Pressemitteilung, Internet-Seite, Facebook und Telegram über aktuelle Entwicklungen informieren. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse in seiner heutigen Sitzung beschlossen.

 

(Samstag, 20.00 Uhr):

Alle Veranstaltungen sind ab sofort - unabhängig von der Personenzahl - verboten. Dazu gehören unter anderem Kultur-, Sport- und sonstige Freizeiveranstaltungen. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die notwendig sind, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder die Daseinsvorsorge aufrechtzuerhalten. Die Bekanntmachung kann im Einzelnen hier nachgelesen werden.

(Freitag, 18.00 Uhr):

Alle städtischen Einrichtungen der Stadt Bad Berleburg werden mit sofortiger Wirkung für den öffentlichen Betrieb gesperrt. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse bei der Stadt Bad Berleburg beschlossen, den Bürgermeister Bernd Fuhrmann heute aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus einberufen hat.

Die Entscheidung betrifft die Stadtbücherei ebenso wie das Rothaarbad, die Dorfgemeinschaftshäuser und Turnhallen. Ministerpräsident Armin Laschet hatte am Nachmittag in einer Pressekonferenz darüber informiert, dass ab Montag der Unterricht an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen ruht und Kinder auch nicht mehr in Kindertagesstätten gebracht werden sollen. Darüber hinaus schließt das Land alle eigenen kulturellen Stätten und empfiehlt dies ebenfalls den Kommunen in NRW.

„Diesen Maßnahmen schließen wir uns an“, erklärt Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir damit einen großen Teil des öffentlichen Lebens einstellen, aber wir unternehmen alles, was nötig ist, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Wir bitten alle Betroffenen um Verständnis zum Schutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger.“ Das Bürgerbüro im Rathaus und die Tourist-Info im Bürgerhaus am Markt bleiben weiterhin als wichtige Anlaufstellen geöffnet.

Wie der Kreis Siegen-Wittgenstein mitgeteilt hat, öffnen alle Kindertagesstätten am Montag für eine Notbetreuung, falls Eltern bis dahin keine anderweitige Betreuung für ihre Kinder organisieren konnten.

In Bad Berleburg gibt es inzwischen zwei bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Corona-Virus.

Not-Betreuungsangebot

Die Einstellung des Schulbetriebes darf nicht dazu führen, dass Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen - insbesondere im Gesundheitswesen – arbeiten, wegen der Betreuung ihrer Kinder im Dienst ausfallen. Deshalb muss laut NRW-Schulministerium in den Schulen während der gesamten Zeit des Unterrichtsausfalls ein entsprechendes Betreuungsangebot vorbereitet werden. Hiervon werden insbesondere die Kinder in den Klassen 1 bis 6 erfasst.

Die Betreuung der Kita-Kinder soll laut Landesregierung NRW in den nächsten Tagen einheitlich in den Kreisen und Städten geregelt werden. Sobald hierzu nähere Informationen vorliegen, wird die Stadt diese weitergeben.

(Freitag, 14.00 Uhr):

Die Landesregierung hat folgende Information herausgegeben:

1. Ruhen des Unterrichts ab Montag bis zum Beginn der Osterferien

Alle Schulen im Land Nordrhein-Westfalen werden zum 16.03.2020 bis zum Beginn der Osterferien durch die Landesregierung geschlossen. Dies bedeutet, dass bereits am Montag der Unterricht in den Schulen ruht.

Für Schülerinnen und Schüler in der dualen Ausbildung sowie in Praktika beschränkt sich die Maßnahme auf den Ausfall des Unterrichts.

Die Schulen haben Kommunikationsmöglichkeiten mit den Eltern in den kommenden Wochen in geeigneter Weise sicherzustellen.

ÜBERGANGSREGELUNG: Damit die Eltern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie bis einschließlich Dienstag (17.03.) aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Schule schicken. Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Betreuung sicher. Die Einzelheiten regelt die Schulleitung.

2. Not-Betreuungsangebot

Die Einstellung des Schulbetriebes darf nicht dazu führen, dass Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen - insbesondere im Gesundheitswesen – arbeiten, wegen der Betreuung ihrer Kinder im Dienst ausfallen. Deshalb muss in den Schulen während der gesamten Zeit des Unterrichtsausfalls ein entsprechendes Betreuungsangebot vorbereitet werden. Hiervon werden insbesondere die Kinder in den Klassen 1 bis 6 erfasst.

(Freitag, 11.45 Uhr):

Alle Schülerinnen und Schüler der Schulen im Stadtgebiet Bad Berleburgs haben die Anweisung erhalten, notwendige Materialien am Freitagmittag mit nach Hause zu nehmen. Das hat die Stadt Bad Berleburg entschieden und bereitet sich damit auf eine eventuelle Schließung der Schulen vor. Sollte die Möglichkeit zum Online-Unterricht bestehen, sind die Schulen angehalten, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. „Wir stellen damit sicher, dass die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause lernen und arbeiten können“, erklärt Bürgermeister Bernd Fuhrmann.

Sollte die Landesregierung bis Sonntagmittag, 12.00 Uhr, keine Entscheidung treffen, wird sich die Stadt erneut mit den Schulen in Verbindung setzen.

Veranstaltungen:

Die Städte und Gemeinden haben sich mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein auf ein einheitliches Vorgehen verständigt. Zentrale Aussage: „Städte, Gemeinden und der Kreis appellieren an alle Veranstalter im öffentlichen und privaten Bereich, Veranstaltungen, die nicht unbedingt stattfinden müssen, zu verschieben.“

Dass Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern nicht stattfinden dürfen, ist zwischenzeitlich ohnehin per Erlass der Landregierung vom 10. März 2020 geregelt.

An alle Bürgerinnen und Bürger, die im medizinischen, rettungsdienstlichen, pflegerischen Bereich, in Feuerwehren oder bei der Polizei arbeiten, ergeht der Appell, Veranstaltungen zu meiden, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt. Ebenso ergeht dieser Appell an Menschen, die in anderen Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten.

Bereits bei der Vorstellung dieser Vorschläge im Kreisgesundheitsausschuss am Mittwochabend hat der Landrat darauf hingewiesen, dass es sich um eine sehr dynamische Lage handelt, die jederzeit neue Empfehlungen erforderlich machen könnte. Vor dem Hintergrund neuester bundesweiter Meldungen hatten bereits am Abend weitere Gespräche der Bürgermeister untereinander und mit dem Kreis stattgefunden. Ergebnis: die Chefs der Stadt- und Gemeindeverwaltungen und der Landrat halten es ´auch nicht mehr für geboten, Veranstaltungen mit bis zu 500 erwarteten Teilnehmern durchzuführen.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat für sich aus dieser neuen Entwicklung u.a. die Konsequenz gezogen, bis Ostern alle Veranstaltungen im Kulturhaus Lÿz abzusagen.

Ganz grundsätzlich – so sind sich die Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und der Landrat einig – ist jeder Bürger gefordert, sein eigenes Verhalten zu überprüfen und zu entscheiden, wie er sich selbst bestmöglich vor einer Infizierung schützen kann. Das betrifft dann auch die Organisation oder Teilnahme an größeren privat organisierten Veranstaltungen.

Die Hotline des Kreises Siegen-Wittgenstein erreicht man montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr und am Wochenende von 9.00 bis 13.00 Uhr unter 0271 333-1120. Außerdem hat die Kreisverwaltung Tipps zur Vorbeugung zusammengestellt:

Zur Bewertung des Risikos bei Veranstaltungen hat das Robert Koch Institut allgemeine Prinzipien und Handlungsempfehlungen herausgegeben, die wir hier zur Verfügung stellen. Außerdem haben wir anhand der Empfehlungen eine Liste erstellt, in der man die entsprechende Bewertung direkt eintragen kann.

Weitere hilfreiche Links:

Informationen für Arbeitgeber vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Informationen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Informationen des Robert Koch-Instituts

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die NRW-Landesregierung hat unter der Nummer 0211 9119 1001 ein „Bürgertelefon Coronavirus“ eingerichtet (montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr, das Bundesgesundheitsministerium hat ebenfalls eine Hotline zu dem Thema geschaltet: 030 346 46 51 00.

Die Bundesregierung empfiehlt: Bei Coronavirus-Symptomen ist es besser anzurufen, statt im Wartezimmer zu sitzen.

  • 116 117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
  • 115: Einheitliche Behördennummer