Hilfsnavigation

Icon de Icon gb Icon nl Icon dk



Schüllar und Wemlighausen sind eine Gemeinschaft 18.10.2019 


Schüllar und Wemlighausen sind eine Gemeinschaft

Aus dem Dorfbesuch wurde ein Dörferbesuch. Mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben Hinweise zu beiden Ortschaften an die Stadtverwaltung weiter. Der Bürgerservice vor Ort kam besonders gut an.

Es war eine Premiere im Rahmen der Reihe „Bürgermeister vor Ort“ der Stadt Bad Berleburg. „Wir wollen eigentlich in jede einzelne Ortschaft gehen, egal, wie groß oder klein sie ist“, formulierte Bernd Fuhrmann den Anspruch der Verwaltung. Auf Wunsch der Ortsvorsteher Doris Frank und Andreas Meinecke führten die Ortschaften Wemlighausen und Schüllar die Veranstaltung aber gemeinsam durch. „Das zeigt natürlich auch: Ihr seid eine Gemeinschaft!“, so der Bürgermeister.

Eine weitere Premiere gab es bereits am Vormittag des Verwaltungsbesuchs. „Der Bürgerservice vor Ort wurde sehr gut angenommen – so gut, dass wir sogar eine Wartezone einrichten mussten“, erzählte Christian l’Hiver, Abteilungsleiter „Bürger- und Seniorenservice“. Bürgerinnen und Bürger aus Schüllar und Wemlighausen beantragten bei ihm und Jennifer Reumann aus dem Bürgerbüro Personalausweise, holten beantragte Papiere ab oder nahmen Gelbe Säcke und Notfalldosen mit. „Wir testen diesen Service vor Ort im Moment und schauen dann am Ende, wie wir ihn möglicherweise weiterführen“, erklärte Bernd Fuhrmann.

Am frühen Nachmittag standen dann Besuche bei Gewerbetreibenden auf dem Programm. „Es ist immer wieder bereichernd, die Betriebe in den Ortschaften zu besuchen“, so der städtische Wirtschaftsförderer Manuel Spies, „immerhin sichern sie Arbeitsplätze auch außerhalb der Kernstadt.“ Im Abenteuerdorf Wittgenstein tauschte sich die Delegation mit der Leiterin Silke Grübener aus: Unter anderem darüber, wie die Belegung zwischen November und Februar verbessert werden kann und wie das Abenteuerdorf enger mit den Ortschaften Schüllar und Wemlighausen zusammenwachsen kann. Bernd Fuhrmann betonte dabei: „Wir sind froh, dass in das Abenteuerdorf investiert wurde und es da weitergeht. Touristisch betrachtet ist die Anlage ein Leitbetrieb.“ Gruppenunterkünfte, das wurde im Gespräch mit Silke Grübener deutlich, gibt es insgesamt immer weniger.

Die Firma Bollhorst Landtechnik und Schlosserei präsentierte ihre beiden Betriebszweige: den Verkauf und die Betreuung von Landmaschinen sowie den Metallbau. Das Unternehmen hat mittlerweile 20 Mitarbeiter, die auch an anderer Stelle aktiv sind, wie der Bürgermeister deutlich machte: „Unternehmen vor Ort sind immer wichtig für die Freiwillige Feuerwehr, das wird bei der Firma Bollhorst gelebt.“

Die Kombination aus Landwirtschaft und moderner Technik wurde auf dem Hof von Carsten und Sandra Frettlöh deutlich. „Das vermutlich einzige Büro eines Landwirts mit Skywalk“, stellte Bernd Fuhrmann fest, denn in das Büro im Stall ist eine Glasscheibe in den Boden verbaut, so dass man direkt auf den Melkautomat sehen kann.

Der Dorfrundgang am Nachmittag fand zwar bei Regen statt, trotzdem waren mehr als 30 Männer, Frauen und Kinder mit dabei. Unterwegs gaben sie einige Hinweise an die Verwaltung weiter, die nun in den nächsten Wochen und Monaten geprüft werden. Für den Bereich Dorfentwicklung nahm dazu Abteilungsleiter Tobias Feige als Ansprechpartner teil. Auch auf Besonderheiten der Dörfer wurde hingewiesen, zum Beispiel die zwei Eingänge in die Odebornskirche – einer für Schüllar und einer für Wemlighausen. „Daran wird sich auch immer noch orientiert“, stellten die Ortsvorsteher Doris Frank und Andreas Meinecke fest. Im übernächsten Jahr steht außerdem ein großes Fest auf dem Programm: Der Schützenverein feiert dann sein 100-jähriges Bestehen.

Der Ausklang des Dorfrundgangs fand im Feuerwehrgerätehaus Wemlighausen statt, wo die Löschgruppe Getränke und einen Imbiss reichte. Hier gab es die Gelegenheit zu weiterem Austausch in kleinen Runden und gemütlichem Beisammensein.