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Bürgermeister vor Ort in Stünzel 06.09.2019 


54 Einwohner mit Perspektive

Stünzel wird zurzeit an das schnelle Internet angeschlossen. Demnächst steht auch der Austausch der Straßenlaternen durch moderne LED-Technik an. Die Standorte überprüften Dorfbewohner und Verwaltung gemeinsam beim Dorfrundgang im Rahmen von „Bürgermeister vor Ort“.

„Termine in Berlin sind ja spannend, aber es tut immer wieder gut, hierher zurückzukehren“, stellt Bürgermeister Bernd Fuhrmann nach dem Dorfrundgang in Stünzel fest. Er war unmittelbar von der Übergabe des Förderbescheids an Bad Berleburg als Modellkommune im Projekt „Smart Cities“ angereist und findet die Verbindung beider Termine nur folgerichtig: „Die Digitalisierung muss auch bei den Menschen ankommen.“ In Stünzel wird dies gerade sehr sichtbar, denn der Breitbandausbau ist dort so gut wie abgeschlossen.

„So kann zum Beispiel Frank Scholtens, der das alte Gasthaus gekauft hat, demnächst von hier aus arbeiten“, erzählt Fuhrmann. Im Rahmen der Veranstaltung „Bürgermeister vor Ort“ hatte der Verwaltungschef zusammen mit Ortsvorsteherin Petra Müsse und Mitarbeitern des Rathauses auch das Ehepaar aus den Niederlanden besucht, das das Haus seit einigen Jahren nach und nach renoviert. „Das hat richtig Perspektive!“, ist sich Bernd Fuhrmann sicher.

Ebenfalls gut in der Nachbarschaft angekommen ist die Wohngruppe der Aufwind Jugendhilfe auf dem Sohl. Bis zu sieben Jugendliche, die intensivpädagogisch betreut werden, leben hier mitten in der Natur, halten Hühner und Schweine, züchten Gemüse und Kräuter im Gewächshaus und einem eigenen Beet. Durch die sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen sie das Leben auf dem Land und die Nachbarschaftshilfe kennen. „Die Jugendlichen haben jetzt auch schon zwei Mal bei der Aktion ‚sauberes Stünzel‘ mitgemacht“, freut sich Ortsvorsteherin Petra Müsse.

Froh sind Ortsvorsteherin und Bürgermeister ebenfalls darüber, dass es noch Landwirte im Nebenerwerb gibt, wie den Hof Böhl, der seit zehn Jahren ein Bio-Betrieb ist und gut 20 Hektar Grünland bewirtschaftet.

Den Dorfrundgang im mit 54 Einwohnern kleinsten Ortsteil Bad Berleburgs nutzte die Verwaltung, um die Standorte der Straßenlaternen zu überprüfen. „Die Straßenlaternen werden demnächst erneuert und mit LED ausgestattet“, erklärte Wolfgang Grund, Abteilungsleiter „Infrastruktur und Erholung“, „wir möchten den Anwohnern die Möglichkeit geben, die Standorte zu optimieren.“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dorfrundgangs unterstützten die Idee und brachten sich mit ihren Hinweisen ein.

Bereits am Vormittag hatten die Menschen in Stünzel Gelegenheit, den Bürgerservice vor Ort zu nutzen. „Wir haben einige Gelbe Säcke und Notfalldosen verteilt“, zog Christian l’Hiver, Abteilungsleiter „Bürger- und Seniorenservice“, Bilanz. „Der Bürgerservice vor Ort ist für uns aber auch immer eine gute Gelegenheit, um einfach ins Gespräch zu kommen.“

Gespräche soll es auch in Zukunft geben – zum Beispiel, um die sieben Holzskulpturen im Ort und den Weg, der sie verbindet, touristisch besser zu vermarkten.