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Zukunftspreis 2019 geht nach Arfeld 03.07.2019 


Dorfgemeinschaft Arfeld mit Zukunftspreis des Kreises ausgezeichnet

Der zweite Platz geht an Altenberg & Stahlberg e.V., dritter Preisträger sind die Gemeinschaftsvereine Arfeld und Puderbach sowie die Dorfgemeinschaft Raumland.

Die Dorfgemeinschaft Arfeld ist für ihr Projekt „Digitales Ehrenamts-Café mit nachhaltigen Produkten“ mit dem Zukunftspreis des Kreises Siegen-Wittgenstein 2019 ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am Abend im Kulturhaus Lÿz in Siegen statt. Landrat Andreas Müller würdigte vor allem den „Support“-Gedanken des Ehrenamts-Cafés: „Die Jüngeren nehmen die Älteren an die Hand – die Generationen kommen miteinander ins Gespräch und Digitalisierung wird für alle erlebbar“.

Das Café, das wie ein Eisenbahn-Wagon angelegt ist, entsteht zurzeit im neuen Zentrum Via Adrina und soll zum 1. November 2019 seine (ferngesteuerten) Türen öffnen. Die angebotenen Produkte des Café werden durch Automaten herausgegeben, sodass die ehrenamtlichen Mitarbeiter entlastet werden sollen. Der erste Platz war mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert.

„Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“

Der Landrat hatte den diesjährigen Zukunftspreis im Februar unter dem Motto „Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“ ausgeschrieben. 21 Projekte hatten sich darum beworben. „Der Mensch soll und muss natürlich auch in Zukunft immer im Mittelpunkt stehen“, machte Landrat Andreas Müller deutlich, „Digitalisierung hat aber das Potenzial uns allen das Leben leichter zu machen – auch im Ehrenamt“.

Jury entschied über Vergabe der Preise

Der Zukunftspreis ist ein Ehrenamtspreis, den der Kreis Siegen-Wittgenstein regelmäßig unter wechselnden Schwerpunktthemen vergibt. Über die Preisträger hatte im Vorfeld eine  Jury entschieden, zu der Landrat Andreas Müller, die stellvertretenden Landrätinnen Jutta Capito und Waltraud Schäfer, Karl-Ludwig Bade, stellvertretender Landrat, Annette Scholl, Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft- und Regionalentwicklung sowie Thiemo Rosenthal, Leiter des Referates für IT, Digitalisierung und Bevölkerungsschutz des Kreises Siegen-Wittgenstein, Steffen Löhr, Amt für IT und Digitalisierung des Kreises Siegen-Wittgenstein und  Univ. Prof. Dr. Hildegard Schröteler von-Brandt, Universität Siegen, Department Architektur, entschieden.

Silbererzbergwerk des 18. Jahrhunderts virtuell befahrbar machen

Auf dem zweiten Platz landete der Verein Altenberg und Stahlberg e.V. aus Müsen. Die Gruppe hat begonnen, ober- und unterirdischen Anlagen des Müsener Reviers durch einen 3D-Laserscan für immer digital zu "konservieren". Langfristiges Ziel ist es, ein Silbererzbergwerk des 18. Jahrhunderts in seiner Gesamtheit mit Abbauen, Stollen und Schächten zu erfassen und für die Öffentlichkeit virtuell befahrbar zu machen. „Durch das Projekt wird eindrucksvoll deutlich, welche Potentiale Digitalisierung für die Kultur und die Geschichte bietet“, sagte die stellvertretende Landrätin Jutta Capito bei der Würdigung des Preisträgers. Dieser erhält für den zweiten Platz ein Preisgeld von 1.500 Euro.

„Digitale Dorf.Mitte (DigiDom)“

Mit dem dritten Preis und 1.000 Euro wurden der Gemeinschaftsverein Arfeld e.V., der Gemeinschaftsverein Puderbach und die Dorfgemeinschaft Raumland für ihr Projekt „Digitale Dorf.Mitte (DigiDom)“ ausgezeichnet. Hinter dem Projekt steckt das Ziel, die Digitalisierung ganz konkret für alle drei Dörfer einzusetzen. Zum Beispiel durch die Schaffung von digitalen „schwarzen Brettern“, Installation von WLAN-Hotspots in den Dorfgemeinschaftshäusern oder den Dorfmitten und die Initiierung einer Digitalen Dorfplattform. „Ein innovatives und nachhaltiges Projekt, das zeigt, wie Digitalisierung Dorfgemeinschaften und verschiedene Generationen miteinander vernetzt“, unterstrich die stellvertretende Landrätin Waltraud Schäfer in ihrer Laudatio.

Roboter Pepper verkündet Mausklick-Champion: DigitalesDorfInformationsSystem Hesselbach

Moderiert wurde die Preisverleihung von Anne Willmes vom WDR.  Begrüßt wurden die Gäste des Abends im Foyer des Schauplatzes von Roboter Pepper von der Universität Siegen. Pepper ist ca. 1,20 Meter groß und stammt ursprünglich aus Japan. In Siegen-Wittgenstein wird er u.a. in Altenheimen eingesetzt, kann aber auch singen, tanzen und sogar Luftgitarre spielen, was er den Zuschauern eindrucksvoll demonstrierte.

Der Roboter hatte zudem die Aufgabe, den „Mausklick-Champion“ des Zukunftspreises bekanntzugeben. Der Zuschauer-Preis, für den alle Siegerländer und Wittgensteiner online ihre Stimme abgeben konnten, ging dieses Mal mit 19,58 Prozent der Stimmen an den Förderverein Freibad Hesselbach mit dem Projekt „DDIS DigitalesDorfInformationsSystem Hesselbach“. Ziel des Vereines ist es, zum Beispiel Veranstaltungshinweise, Feste, Wanderkarten, Dorffotos durch vernetzte Outdoor-Monitore an Dorfbewohner und Gäste weiterzugeben. Das Projekt startet im Herbst dieses Jahres im Freibad Hesselbach. Der „Mausklick-Champion“ war mit 500 Euro dotiert.