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Kommunale Klimapartnerschaft 28.06.2019 


Bad Berleburg geht Klimapartnerschaft mit Morogoro, Tansania, ein

Bei der Kommunalen Klimapartnerschaft erstellen beide Städte ein gemeinsames Handlungsprogramm zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung. Offiziell besiegelt wurde die Partnerschaft jetzt in Münster.

Der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein pflegt seit vielen Jahren eine Freundschaft mit der Region Ngerengere in Tansania. Bereits im vergangenen Jahr hat die Stadt Bad Berleburg im Rahmen eines Förderprojekts die Vereinbarung getroffen, diese Partnerschaft auch auf kommunaler Ebene zu unterstützen. Sie ist deshalb nun eine „Kommunale Klimapartnerschaft“ mit dem Bezirk Morogoro in Tansania eingegangen, in dem auch die Region Ngerengere liegt. „Wir haben die Möglichkeit gesehen, bei diesem Projekt bestehende Strukturen im besten Sinne zu nutzen und gleichzeitig zu stärken“, erklärt Bürgermeister Bernd Fuhrmann. „Wir haben uns diese Region also ganz bewusst als Partnerin ausgewählt und können viel voneinander lernen.“

Offiziell besiegelt wurde die Partnerschaft nun im Rahmen eines Auftakt-Workshops in Münster. Dort kamen Delegationen der deutschen Städte mit Delegationen ihrer Partner im Globalen Süden zusammen und übergaben die unterzeichneten Vereinbarungen für die Klimapartnerschaften. Erste Workshops und Arbeitsgruppen legten die Grundlagen für die gemeinsame Arbeit. In diesem Rahmen gab es auch ein erstes Kennenlernen zwischen der deutschen Delegation, bestehend aus Bürgermeister Bernd Fuhrmann, den beiden Mitarbeitern des Förderprojekts „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ bei der Stadt Bad Berleburg Ines Wünnemann und Henner Heide sowie der Delegierten des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein, Pfarrerin Christine Liedtke. Aus Morogoro waren Safia Salehe Kingwahi und Mary Marcel Kayowa angereist, die sich in ihrer Region mit Klimaschutz und Klimafolgenanpassung beschäftigen.

Die „Kommunalen Klimapartnerschaften“ sind ein Projekt der „Engagement Global gGmbH“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Projekt gibt es seit 2011, inzwischen läuft die 7. Phase, die deutsche Städte mit Städten des Globalen Südens zur Zusammenarbeit beim Thema Klimaschutz verbindet. Innerhalb von zwei Jahren wird die Stadt Bad Berleburg nun ein gemeinsames Handlungsprogramm mit dem Bezirk Morogoro entwickeln. Darin werden konkrete Ziele und Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung für beide Kommunen festgehalten, die im Anschluss umgesetzt werden sollen. Mit Hilfe des Konzeptes steigen in Zukunft die Chancen auf Fördergelder zur Umsetzung der konkreten Maßnahmen.

Die Stadt Bad Berleburg engagiert sich bereits seit einigen Jahren im Bereich Klimaschutz, unter anderem mit einem eigenen Klimaschutzbeauftragten und der Vergabe des Klimaschutzpreises gemeinsam mit der innogy, außerdem wurde sie im Rahmen des „european energy award“ ausgezeichnet.

Foto: Martin Magunia