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Rinthe engagiert sich 08.07.2019 


Rinthe engagiert sich

Rund 20 Prozent der Einwohner beteiligten sich am Dorfrundgang und präsentierten ihren Ort. Beeindruckend war für die Gäste aus der Verwaltung auch das große ehrenamtliche Engagement im Dorf.

Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Mitarbeiter der Verwaltung zogen in Rinthe gleich mehrmals sprichwörtlich den Hut. Grund dafür war das große ehrenamtliche Engagement im Dorf, sei es, um den Friedhof zu mähen oder im Zuge der Einsätze rund um das Dorfgemeinschaftshaus. Dort soll es auch im nächsten Jahr weitergehen: „Als nächstes steht für uns das Dach an“, erläuterte Ortsvorsteher Bernd Stabel. Voraussetzung dafür sind allerdings Fördermittel aus der Dorferneuerung, die die Stadt Bad Berleburg beantragen wird. „Wir bringen das gemeinsam auf den Weg“, versprach Bürgermeister Bernd Fuhrmann, „und was die Eigenleistungen aus dem Dorf angeht: Da mache ich mir in Rinthe gar keine Sorgen!“

Auch Manuel Spies, der städtische Wirtschaftsförderer und Abteilungsleiter „Immobilienmanagement“, lobte das Engagement der Rinther rund um das Gebäude: „Die bisherigen Maßnahmen wurden hier ohne Fördermittel selbst umgesetzt. Das hatte Vorbild- und Pilotcharakter.“

Der Dorfrundgang in dieser Woche war ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie sehr sich die Rinther für ihr Dorf interessieren und engagieren: Von den 128 Einwohnern gingen mehr als 20 mit, die jüngste Teilnehmerin war gerade mal zehn Monate alt. Sie hatten auch Außergewöhnliches über ihren Ort zu berichten: Zum Beispiel, dass es in Rinthe zwölf aktive Feuerwehrleute gibt. „Bei 128 Einwohnern ist das schon beeindruckend“, bemerkte Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Außerdem gibt es in Rinthe noch zwei Backhäuser, früher waren es sogar mal vier. Eines der Backhäuser steht mittlerweile an der Espequelle in Bad Berleburg, das andere zieht nach Birkelbach um.

Der Breitbandausbau war eines der Themen, die während des Dorfrundgangs zur Sprache kamen. Manuel Spies erklärte, dass in Rinthe ausschließlich Glasfaserhausanschlüsse hergestellt würden. Bis auf vier Häuser außerhalb des Ortskerns sollen alle Haushalte im vierten Quartal angeschlossen sein. „Die Außenlieger versuchen wir dann im nächsten Schritt mit in die Förderung zu bekommen“, so Spies. Bernd Fuhrmann appellierte an alle: „Ich kann euch nur raten, den Glasfaserhausanschluss in Anspruch zu nehmen. Wenn ihr es später macht, wird es teurer. Macht ihr es gar nicht, verlieren eure Häuser an Wert.“

Ein Herzensanliegen der Rinther möchte die Verwaltung in nächster Zeit angehen: Am Ortsausgang Richtung Leimstruth gibt es keinen Gehweg an der vielbefahrenen Straße. Gemeinsam mit Bürgermeister und den Mitarbeitern der Verwaltung besprachen die Teilnehmer des Rundgangs, wie eine Lösung aussehen könnte. „Es ist offensichtlich, dass der Zustand gefährlich und unbefriedigend ist“, erklärte Bernd Fuhrmann, „wir werden prüfen, ob wir hier möglichst schnell und pragmatisch handeln können.“

Sehr gut verlief aus Sicht der Verwaltung der Vormittag in Rinthe. Christian l’Hiver, Abteilungsleiter „Bürger- und Seniorenservice“ freute sich über einige Besuche des Bürgerservice vor Ort im Dorfgemeinschaftshaus: „Wir haben einige Anträge für Personalausweise aufgenommen. Außerdem haben Bürgerinnen und Bürger Gelbe Säcke oder Notfalldosen mitgenommen.“

Am frühen Nachmittag standen Besuche der örtlichen Betriebe auf dem Programm: Das Sägewerk Bäcker & Krämer ist etwa eines der wenigen in Deutschland, das noch Holz mit einer Länge von bis zu 12,5 Metern bearbeiten und schneiden kann. Die Firma Klotz Heizungs- und Lüftungsbau wird als Familienbetrieb mittlerweile in der dritten Generation weitergeführt und sichert ebenfalls Arbeitsplätze direkt vor Ort.