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Geburten

Sie haben ein Kind bekommen ? Vor allem anderen – Herzlichen Glückwunsch!!

Was ist nun zu tun ?

Die Anmeldung der Geburt erfolgt bei dem Standesamt, in dessen Bezirk ihr Kind geboren ist, auch wenn Sie selbst nicht in Bad Berleburg wohnen. Das gilt für alle Entbindungen, egal ob Sie ihr Baby im Krankenhaus, zu Hause, in einem Geburtshaus oder einer Arztpraxis ambulant entbunden haben.

Welche Unterlagen sind erforderlich?

Sie sind verheiratet

  1. Ihr Stammbuch oder Ihre Eheurkunde ggfs. mit Übersetzung
  2. Ihre Personalausweise oder Reisepässe
  3. die Geburtsanzeige
  4. die Vornamenserklärung


Sie sind geschieden oder verwitwet

  1. Ihr Stammbuch mit rechtskräftigem Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde
  2. Aktueller beglaubigter Registerausdruck aus dem Eheregister der letzten Ehe mit Auflösungsvermerk (wenn Sie kein Stammbuch haben)
  3. Ihr Personalausweis oder Reisepass
  4. die Geburtsanzeige
  5. die Vornamenserklärung


Sie sind nicht verheiratet

  1. Stammbuch Ihrer Eltern oder Ihre Geburtsurkunde
  2. Ihr Personalausweis oder Reisepass
  3. die Geburtsanzeige
  4. die Vornamenserklärung
  5. Vaterschaftsanerkennung (beim Jugendamt oder Standesamt)
  6. Sorgerechtserklärung (beim Jugendamt)

In allen Fällen gilt grundsätzlich, dass fremdsprachige Urkunden entweder in internationaler Form oder mit Übersetzung vorgelegt werden sollen.


Namensführung der Kinder

Welchen Vornamen erhält das Kind ?

Haben Sie als Eltern das Sorgerecht gemeinsam, legen Sie die Vornamen für Ihren Nachwuchs auch gemeinsam fest. Dazu geben Sie bitte eine von beiden Eltern unterschriebene Erklärung (auf dem entsprechenden Formular) ab.

Eltern, die miteinander verheiratet sind, haben automatisch das gemeinsame Sorgerecht für ihre gemeinsamen Kinder.
Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, üben das Sorgerecht gemeinsam aus, wenn der Vater die Vaterschaft anerkannt hat und für die Eltern nach einer offiziellen Erklärung eine Urkunde über das gemeinsame Sorgerecht vom Jugendamt ausgestellt worden ist.

Wenn kein gemeinsames Sorgerecht besteht oder vereinbart ist, hat die Mutter des Kindes automatisch allein das Sorgerecht. Dann bestimmt sie auch allein den/die Vornamen ihres Kindes. An der Vornamensgebung lässt sich später - auch wenn der Vater inzwischen die Vaterschaft anerkannt hat und ein gemeinsames Sorgerecht eingerichtet wurde - zunächst nicht mehr rütteln: die Vornamen stehen dann fest. Eine Änderung ist danach nur noch durch eine kostenpflichtige behördliche Namensänderung möglich.


Welchen Geburtsnamen führt das Kind ?

Grundsätzlich führt das Kind den Namen, den seine Mutter zum Zeitpunkt der Geburt führt. Dies gilt auch für den Doppelnamen der Mutter, wenn sie rechtskräftig geschieden ist.

Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, so können sie durch Erklärung den Familiennamen des Vaters oder der Mutter zum Geburtsnamen des Kindes bestimmen. Die Bestimmung gilt auch für alle weiteren Kinder. Treffen die Eltern innerhalb eines Monats nach der Geburt keine Bestimmung, so kann das Familiengericht das Bestimmungsrecht einem Elternteil übertragen.

Steht die elterliche Sorge nur einem Elternteil zu, so erhält das Kind den Familiennamen dieses Elternteils als Geburtsnamen. Der Inhaber der alleinigen elterlichen Sorge kann erklären, dass das Kind den Namen des anderen Elternteils - mit dessen Zustimmung - erhalten soll.

Sind die Eltern eines Kindes nicht miteinander verheiratet und möchten sie für ihr Kind die elterliche Sorge gemeinsam ausüben, dann können sie beim zuständigen Jugendamt oder bei einem Notar (nicht aber beim Standesamt) eine Sorgeerklärung abgeben. Wird durch die Eheschließung der Eltern oder durch Abgabe einer solchen Sorgeerklärung erstmals eine gemeinsame elterliche Sorge für das Kind begründet, dann können die Eltern bei getrennter Namensführung innerhalb von drei Monaten (Ausschlussfrist) den Namen des Kindes neu bestimmen.

Bestimmen die Eltern einen Ehenamen nachdem das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, so erstreckt sich der Ehename auf den Geburtsnamen des Kindes nur dann, wenn sich das Kind der Erklärung anschließt.


Wie kann sich der Geburtsname des Kindes künftig ändern ?

Durch eine Namenserteilung kann der Geburtsname eines Kindes geändert werden. Die nicht verheiratete Mutter kann ihrem minderjährigen Kind den Namen seines Vaters erteilen. Voraussetzung ist hier natürlich, dass eine Vaterschaft bereits anerkannt wurde und der Vater dieser Namenserteilung zustimmt.

Sind die Eltern eines Kindes nicht miteinander verheiratet und die Mutter möchte einen anderen Mann als den Kindesvater heiraten, kann sie ihrem Kind mit Zustimmung ihres Ehemannes den neuen Ehenamen erteilen. Wenn die Vaterschaft zu diesem Kind bereits anerkannt war, die Mutter aber die alleinige Sorge hat und das Kind ihren Namen führt, benötigt sie zur Namenserteilung eine Negativbescheinigung des Jugendamtes und eine erweiterte Meldebescheinigung, sowie ein beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister Ihrer Ehe.

Sind die Eltern eines Kindes nicht miteinander verheiratet und ist bereits der Name des Vaters erteilt worden, ist im Fall der Heirat mit einem anderen Mann eine erneute Namenserteilung möglich. Auch hier muss ein beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister der neuen Ehe und eine erweiterte Meldebescheinigung vorgelegt werden. Der Vater muss der Erteilung persönlich zustimmen.

Eine weitere Möglichkeit der Namenserteilung besteht nach Scheidung der Eltern und erneuter Eheschließung der Mutter. Mit Zustimmung des leiblichen Vaters kann die Mutter ihrem minderjährigen Kind den Ehenamen der neuen Ehe erteilen. Regelungen über die elterliche Sorge und Unterhaltsverpflichtungen bleiben davon unberührt. Dazu muss ein beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister der neuen Ehe und eine erweiterte Meldebescheinigung vorgelegt werden.

Sollten noch Fragen offen geblieben sein, wenden Sie sich unmittelbar an das Standesamt.


Gebühren

Die Beurkundung der Geburt ist gebührenfrei. Für Geburtsurkunden und mehrsprachige Geburtsurkunden ist eine Gebühr von 10,- € für die erste und 5 € für jede weitere Urkunde (bei gleichzeitiger Beantragung) zu entrichten. Urkunden für Krankenkasse, Kindergeld und Erziehungsgeld werden gebührenfrei ausgestellt.

Für die Vaterschaftsanerkennung und die Zustimmung der Mutter im Rahmen der Geburtsbeurkundung fallen keine Gebühren an.

Für die Beurkundung oder Beglaubigung einer Erklärung, Einwilligung oder Zustimmung zur Namensführung aufgrund familienrechtlicher Bestimmungen (z.B. Namenserteilung oder Namensneubestimmung nach Begründung der gemeinsamen elterlichen Sorge) ist eine Gebühr von 21,- € zu entrichten.