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Rund ums Thema Eheschließung

Erste Schritte zum Glück

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, zu heiraten, sollten sie zunächst einen Heiratsantrag machen. Sofern Ihnen die Zeit oder auch die Kreativität hierfür fehlen, haben wir Ihnen an dieser Stelle einen nicht ganz ernstgemeinten Heiratsantrag-Assistenten zur Verfügung gestellt. (Dieser besondere Formularservice wurde vom Standesamt Münster erstmals im Jahre 2001 angeboten und war ursprünglich als Aprilscherz gedacht. Da sich der Heiratsantrag-Assistent unerwartet großer Resonanz erfreut hat, bieten wir diesen Service auch den Heiratswilligen in Bad Berleburg an.)

Nach erfolgreichem „Heiratsantragsverfahren“ sollten sich die Partner vor der Anmeldung der Eheschließung telefonisch beim Standesamt erkundigen, welche Unterlagen für die Anmeldung der Eheschließung erforderlich sind.

Bitte vereinbaren Sie einen persönlichen Vorsprachetermin.

Anmeldung zur Eheschließung

Sie beabsichtigen zu heiraten ? Sie haben schon einen Termin vor Augen ? Sie haben die Feierlichkeiten bereits arrangiert ? Das Standesamt sollte man nicht vergessen. So mancher Wunschtermin ist schon geplatzt, weil die Unterlagen nicht rechtzeitig vorlagen.

Die Anmeldung der Eheschließung muss immer - möglichst nach vorheriger (telefonischer) Terminvereinbarung - bei dem Standesamt stattfinden, in dessen Bezirk einer der Verlobten seinen Wohnsitz, oder in Ermangelung eines solchen, seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat; auch ein Nebenwohnsitz berechtigt zur Anmeldung der Eheschließung. Die Eheschließung können Sie frühestens sechs Monate vor dem geplanten Heiratstermin anmelden.

Sie können auch wenn Sie nicht hier wohnen in Bad Berleburg heiraten. Dann erledigen Sie die Anmeldung bei Ihrem Wohnsitzstandesamt welches anschließend die notwendigen Unterlagen dem hiesigen Standesamt zur Durchführung der Eheschließung übersenden wird.
Den Termin für Ihre Eheschließung sollten Sie sich rechtzeitig vormerken lassen (auch schon vor der Anmeldung der Eheschließung).  

Zur Anmeldung der Eheschließung sollten beide Verlobte beim Standesamt anwesend sein. Kann nur ein Verlobter die Ehe anmelden, so muss der andere eine Ermächtigung zur Anmeldung der Eheschließung unterschreiben. Bringen Sie bitte dieses Formular ausgefüllt und unterschrieben zum Standesamt mit. 

 

Welche Unterlagen für die Anmeldung zur Eheschließung erforderlich sind, hängt vom Einzelfall ab und ist von der Staatsangehörigkeit abhängig.

Je nach Einzelfall kann ein umfangreiches Beratungsgespräch notwendig sein. Die persönliche Vorsprache ist in diesen Fällen - nach vorheriger Terminvereinbarung - möglich.

Im nachfolgenden Dokument ist nochmals aufgezählt, welche Nachweise je nach Konstellation benötigt werden und wo sie diese erhalten können.

Namensführung in der Ehe

Die gesetzliche Grundlage für die Namensführung in der Ehe ist § 1355 des Bürgerliches Gesetzbuches (BGB).

Danach sollen die Ehegatten einen gemeinsamen Familiennamen, den sogenannten Ehenamen, führen.

Zum Ehenamen können die Ehegatten den Geburtsnamen des Mannes bzw. der Frau oder einen durch frühere Eheschließung erworbenen Familiennamen, den einer von beiden zum Zeitpunkt der Eheschließung führt, bestimmen. Geburtsname ist der Name, der in die Geburtsurkunde eines Ehegatten zum Zeitpunkt der Erklärung eingetragen ist.

Die Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens erfolgt bei der Eheschließung und ist unwiderruflich.

Beispiel:
Elke Meister geb. Lampe & Uwe Meister
oder Elke Lampe & Uwe Lampe geb. Meister

Ein Ehegatte, dessen Name nicht Ehename wurde, kann durch Erklärung dem Ehenamen seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Eheschließung geführten Namen voranstellen oder anfügen. Die Erklärung kann direkt bei der Eheschließung oder später abgegeben werden.

Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

Beispiel:
Elke Lampe & Uwe Meister-Lampe geb. Meister
oder Elke Lampe & Uwe Lampe-Meister geb. Meister
oder Elke Lampe-Meister geb. Lampe & Uwe Meister
oder Elke Meister-Lampe geb. Lampe & Uwe Meister

Bestimmen die Ehegatten keinen Ehenamen, so führen sie Ihren zur Zeit der Eheschließung geführten Namen auch nach der Eheschließung weiter. An den Namen ändert sich nichts.

Beispiel:
Elke Lampe & Uwe Meister

Die Bestimmung des Ehenamens kann ohne jede Frist auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Nach Auflösung der Ehe (z.B. durch Tod, Scheidung) kann ein früher geführter Name auf Antrag wieder angenommen werden (Antragstellung beim Standesamt).

Soll sich eine Namensänderung auf minderjährige Kinder erstrecken, sprechen Sie bitte persönlich mit dem Standesamt.

Was ist bei der Trauung zu beachten?

Die Eheschließung soll in einer würdigen Form erfolgen. In Bad Berleburg können Sie sich an insgesamt acht verschiedenen Örtlichkeiten trauen lassen welche die Trauung zu einem unvergessenen Erlebnis werden lassen.

Terminlich stellen wir uns gern auf die individuellen Wünsche unserer Brautpaare ein und ermöglichen die Trauung auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Falls Sie sich schon frühzeitig einen Trauungstermin reservieren lassen möchten, so nehmen Sie mit uns Kontakt auf. 

Eheschließungen können - zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses - grundsätzlich auch an jedem Wochenende erfolgen.

Bei der Anmeldung, welche bis zu sechs Monate vor der Trauung vorgenommen werden kann, haben Sie sich für Ort und Zeit Ihrer Eheschließung entschieden. Bitte melden Sie sich und - je nach Wunsch - Ihre Trauzeugen Ca. 15 Minuten vor dem vereinbarten Termin bei Ihrem Standesbeamten oder Ihrer Standesbeamtin an.
 
Hierzu bringen Sie bitte für alle Beteiligten Lichtbildausweise (Personalausweis, Reisepass, Führerschein o.ä.) mit.
 
Versteht einer der Beteiligten die deutsche Sprache nicht, so müssen Sie einen Dolmetscher mitbringen.
 
Trauzeugen und Dolmetscher müssen volljährig und geschäftsfähig sein. 
Ob der Standesbeamte oder die Standesbeamtin auf ausdrücklichen Wunsch der Brautleute Ton-  oder Bildaufnahmen gestattet, bleibt seiner Entscheidung überlassen.
 
Das Streuen von Blumen, Reis oder Konfetti gilt als Glückssymbol für das Brautpaar; auch der Verzehr von Getränken erfolgt häufig nach der Eheschließung. Wir dürfen Sie bitten, auf diese Gesten und Bräuche innerhalb der Trauorte zu verzichten, weil auch die nachfolgenden Brautpaare einen Anspruch auf saubere Räumlichkeiten bei ihrer Eheschließung haben. Denken Sie also bitte auch an die, die nach Ihnen kommen und wirken Sie insoweit auch auf Ihre Gäste ein.

Was ist nach der Eheschließung zu beachten?

Im Anschluss an die Heirat haben Sie die mit der Eheschließung einhergehenden Änderungen Ihres Namens und Ihres Familienstands noch weiteren Stellen mitzuteilen.

Mitteilung über Eheschließung an weitere Stellen (nicht abschließend)

  • Personalausweises und Reisepass
    Bitte denken Sie daran, dass Sie bei einer Namensänderung auch die Neuausstellung Ihres Personalausweises oder Ihres Reisepasses bei Ihrem Meldeamt beantragen.
  • Lohnsteuerkarte
    Zur Vermeidung von steuerlichen Nachteilen ist es ratsam, nach der Eheschließung die Änderung der Lohnsteuerkarten unter Vorlage des Familienstammbuchs zu beantragen. Dies können Sie im Meldeamt vornehmen lassen.
  • Kraftfahrzeugpapiere
    Wenn sich Ihr Name (z.B.durch Heirat) geändert hat, können Sie beim Straßenverkehrsamt die Namensänderung in Ihrem Fahrzeugschein und in Ihrem Fahrzeugbrief beantragen.
  • Versicherung / Bankverbindung
    Bitte denken Sie auch daran Ihre Namensänderung Ihrer Versicherung und Ihrer Bank vorzulegen. In der Regel reicht es aus, wenn Sie Ihre Heiratsurkunde, die Sie im Anschluss an Ihre Trauung erhalten, vorlegen.

Hier sind nur die wichtigsten Mitteilungserfordernisse beschrieben.

Die erste Hochzeit ist noch lange nicht die letzte!
Gute Gründe die Hochzeitstage zu feiern wie sie fallen gibt es wirklich. Wer mag kann schon nach den ersten zwölf Monaten mit der Baumwollenen Hochzeit beginnen. Nach dem Brauchtum in verschiedenen deutschen Landesteilen pflegen Ehepaare über 20 verschiedene Ehejubiläen zur Erinnerung an die Wiederkehr des Hochzeitstags zu feiern.

Nachfolgend sind die Ehejubiläen in aufsteigender Reihenfolge aufgezeigt:
Baumwollene Hochzeit nach dem 1. Ehejahr
Hölzerne Hochzeit nach 5 Ehejahren
Zinnerne Hochzeit nach 6 1/4 Jahren
Kupferne Hochzeit nach 7 Jahren
Blecherne Hochzeit nach 8 Jahren
Rosenhochzeit nach 10 Jahren
Nickelhochzeit oder Petersilienhochzeit nach 12 1/2 Jahren
Gläserne Hochzeit nach 15 Jahren
Porzellanhochzeit nach 20 Jahren
Silberhochzeit oder Silberne Hochzeit nach 25 Jahren
Perlenhochzeit nach 30 Jahren
Leinwandhochzeit nach 35 Jahren
Aluminiumhochzeit nach 37 1/2 Jahren
Rubinhochzeit nach 40 Jahren
Goldene Hochzeit nach 50 Jahren
Diamantene Hochzeit nach 60 Jahren
Eiserne Hochzeit nach 65 Jahren
Steinerne Hochzeit nach 67 1/2 Jahren
Gnadenhochzeit nach 70 Jahren
Kronjuwelenhochzeit nach 75 Jahren 

Wenn Deutsche im Ausland heiraten...

Es wird vielfach der Wunsch nach einer besonderen aber diskreten Heirat geäußert. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Einheimische, die eine Urlaubsreise in ein bestimmtes Land planen, um dort zu heiraten.

Wenn Sie im Ausland heiraten wollen, so empfiehlt es sich, genaue Erkundigungen über die notwendigen Unterlagen bei der Auslandsvertretung des jeweils in Frage kommenden Eheschließungsstaates einzuholen. Auch das Bundesverwaltungsamt in Köln erteilt Auskunft. Die beim Standesamt vorliegende Aufstellung des Bundesverwaltungsamtes kann evtl. weiterhelfen. Gleichwohl wird hierfür keine Gewähr übernommen.

Verbindlich kann nur der jeweilige Standesbeamte, vor dem die Ehe geschlossen werden soll, Auskunft geben. Bevor der Hochzeitstermin festgelegt wird, sollte daher mit diesem Beamten oder dem Geistlichen Verbindung aufgenommen werden. Wenn sich später im Land weitere Fragen ergeben, kann die Botschaft eingeschaltet werden.

Deutsche, die im Ausland heiraten möchten, müssen bei bestimmten Staaten ein „Ehefähigkeitszeugnis“ vorlegen. Durch ein Ehefähigkeitszeugnis wird nachgewiesen, dass einer Eheschließung des/der deutschen Staatsangehörigen mit der/dem – namentlich anzugebenden – ausländischen Staatsangehörigen nach deutschem Recht kein Ehehindernis entgegensteht und die Ehefähigkeit gegeben ist. Für den Antrag auf Ausstellung eines Ehefähigkeitszeugnisses sind dieselben Unterlagen vorzulegen, die auch bei der Anmeldung der Eheschließung vorgelegt werden müssen.
Für die Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses ist eine Gebühr von 40,- € zu entrichten.

Um nach der Eheschließung im Ausland auch in der Heimat über geeignete Papiere zu verfügen, besteht die Möglichkeit, nachträglich die Beurkundung im hiesigen Eheregister zu beantragen.

Hierfür ist grundsätzlich die Vorlage der ausländischen Heiratsurkunde sowie eine deutsche Übersetzung eines in Deutschland beeidigten Übersetzers erforderlich. Damit die Eintragung problemlos beim hiesigen Standesamt vollzogen werden kann, wird dringend empfohlen, die ausländische Heiratsurkunde bereits während des Urlaubsaufenthalts und nicht erst später von Deutschland aus legalisieren oder - soweit möglich - mit der Apostille (Echtheitsvermerk) versehen zu lassen.

Nach der Rückkehr nach Deutschland besteht dann die Möglichkeit beim Wohnsitzstandesamt die nachträgliche Beurkundung der Eheschließung vornehmen zu lassen, sofern die Ehe außerhalb der Bundesrepublik Deutschland geschlossen wurde.

Antragsberechtigt sind die Ehegatten, sind beide verstorben, auch deren Eltern und Kinder. Zulässig ist der Antrag jedoch nur, wenn einer der Ehegatten oder der Antragsteller Deutscher ist, als diesem Personenkreis gleichgestellt gilt oder staatenlos ist. Die vorzulegenden Urkunden sind im Original oder in beglaubigter Ablichtung vorzulegen.

Urkunden in fremder Sprache sind im Original und in einer von einem vereidigten Dolmetscher gefertigten Übersetzung beizubringen. Dabei sind ggf. die ISO-Transliterationsnormen zu beachten.

Was kostet eine Trauung ?

Ganz kostenfrei ist eine standesamtliche Hochzeit nicht. 
 
Die Kosten lassen sich allerdings nicht pauschal beziffern. Sie hängen von vielen Einzelfragen ab, z.B. wie viele Urkunden Sie benötigen oder ob Sie ein Familienstammbuch wünschen.
 
In der Regel müssen Sie mit mindestens 90,- € rechnen. Je nach Bedarf an weiteren Urkunden oder bei Sonderwünschen kann Ihre Trauung auch mehr kosten.
 
Nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung sind die Standesämter verpflichtet, für eine Trauung außerhalb der üblichen Öffnungszeiten, also an Freitagen ab 13 Uhr und an Samstagen ganztägig, eine Zusatzgebühr in Höhe von 66,- € zu erheben.

Die Gebühren im Einzelnen:

Anmeldung zur Eheschließung

  • wenn beide Verlobten die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen - 40 €
  • wenn einer oder beide Verlobten ausländischer Staatsangehörigkeit sind - 66 €
  • Beglaubigte Abschrift aus den Geburten- oder Eheregister Familienbuch - 10 €
  • Heirats-, Geburts-, und Abstammungsurkunde (erstes Exemplar) - 10 €
  • Weitere Ausfertigungen, die gleichzeitig bestellt werden, jeweils die Hälfte - 5 €
  • Stammbuch, verschiedene Ausführungen - Ca. 25 €