Wenn die Angst größer ist als die Operation
Wenn die Angst größer ist als die Operation
Viele Menschen empfinden Unbehagen, wenn eine Operation oder ein Eingriff bevorsteht – nicht nur wegen des Eingriffs selbst, sondern auch aufgrund der Narkose und des damit verbundenen Kontrollverlusts. Ein gewisses Maß an Nervosität ist völlig normal, schließlich geht es um die eigene Gesundheit. Doch bei manchen Menschen ist die Furcht so stark ausgeprägt, dass sie zu Schlafstörungen, körperlichen Beschwerden oder sogar Panikattacken führen kann. In der Medizin spricht man in solchen Fällen von „Angstpatienten“. Für sie bietet die VITREA Klinik Bad Berleburg gezielte Unterstützung vor und nach der Operation an.
In der Anästhesie gehören Ängste zum Alltag. Ihre Ursachen sind vielfältig – von schlechten Erfahrungen über das Gefühl des Ausgeliefertseins oder Kontrollverlusts bis hin zu mangelndem Vertrauen. Genau hier setzt das Team um Chefarzt Dr. Henrik Große Wiesmann an. Neben modernen medizinischen Standards für eine sichere Anästhesie steht vor allem der menschliche Aspekt im Vordergrund: „Es ist entscheidend, den individuellen Bedürfnissen aller Patientinnen und Patienten gerecht zu werden. Angst ist kein Ausnahmefall, sondern ein normaler Bestandteil des menschlichen Erlebens. Sie verdient daher denselben professionellen Umgang wie jede andere Herausforderung – unabhängig davon, wie stark sie ausgeprägt ist“, betont der Facharzt für Anästhesie.
Ein gesellschaftliches Thema
Angst ist nicht nur für die Betroffenen eine große Belastung, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Sie kann dazu führen, dass medizinische Behandlungen oder Vorsorgetermine aufgeschoben oder gar ganz vermieden werden. Tatsächlich hat Umfragen zufolge fast die Hälfte der Deutschen bei einem Klinikaufenthalt Angst vor der Narkose. Umso wichtiger sind Maßnahmen, die Vertrauen schaffen. In der VITREA Klinik setzt man daher auf drei zentrale Faktoren: ausreichend Zeit für Gespräche, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie digitale Unterstützung – etwa durch audiovisuelle Entspannung.
Das wichtigste Instrument im Umgang mit Angstpatienten ist jedoch die Kommunikation. „Vertrauen entsteht im Gespräch“, so der Chefarzt. „In einem geschützten Rahmen dürfen alle Fragen gestellt und Ängste offen angesprochen werden. Darauf aufbauend werden die für den jeweiligen Eingriff möglichen Narkoseverfahren erklärt und Unsicherheiten abgebaut.“ Diese Aufklärungsgespräche finden bereits einige Tage vor dem OP-Termin statt. So können sich die Patientinnen und Patienten in Ruhe mit der bevorstehenden Operation und Narkose auseinandersetzen und haben Zeit, mithilfe erlernter Strategien oder therapeutischer Unterstützung innere Sicherheit zu gewinnen.
Welche Narkose ist die richtige für mich?
Spezielle Narkoseverfahren für Angstpatienten gäbe es zwar nicht, erklärt Dr. Große Wiesmann, doch stünden je nach Art und Umfang des Eingriffs alle gängigen Verfahren zur Verfügung – von der örtlichen Betäubung über Teilnarkosen bis hin zur Vollnarkose oder einem Beruhigungsmittel vor dem Eingriff. Verschiedene Methoden lassen sich zudem kombinieren, etwa eine Regionalanästhesie mit begleitender Sedierung. „So gelingt eine Balance aus Sicherheit und Angstfreiheit – stets nach modernsten wissenschaftlichen Standards.“
Dr. Große Wiesmann hat mit diesem Vorgehen bei Angstpatienten gute Erfahrungen gemacht: „Viele Patienten sagen nach dem Eingriff, sie hätten es sich viel schlimmer vorgestellt. Am Ende sind es Freundlichkeit und Zuwendung, die am meisten helfen – oft mehr als jedes Medikament.“
Über VITREA
Als VITREA Deutschland gehören wir zur VITREA Gruppe in Wien, dem drittgrößten Rehabilitationsanbieter Europas. Unsere deutsche Zentrale befindet sich in Damp. Im Rahmen der Gruppe betreiben wir mehr als 70 stationäre und ambulante Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und beschäftigen rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
In Deutschland betreiben wir 27 Rehakliniken, zwei Akutkliniken, acht ambulante Rehazentren, zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ), neun Pflegeeinrichtungen sowie ein Prevention Center. Zudem führen wir einen touristischen Standort in Damp. Jährlich entscheiden sich rund 63.000 Patientinnen und Patienten für eine stationäre Rehabilitation in unseren Einrichtungen; etwa 21.000 werden in unseren Akutbereichen behandelt, rund 37.000 besuchen unsere ambulanten Rehazentren und etwa 70.000 Patientinnen und Patienten werden in unseren MVZs betreut. In unseren Pflegeeinrichtungen versorgen wir rund 1.200 Bewohnerinnen und Bewohner. Insgesamt beschäftigen wir bei VITREA Deutschland rund 8.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Pressekontakt
VITREA Klinik Bad Berleburg
Antje Gröpl-Horchler
Tel. 02751-802-2262
Mail: antje.groepl-horchler@vamed-gesundheit.de
Bildmaterial Copyright: VITREA Klinik Bad Berleburg