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Girkhausen hat viel zu bieten 15.04.2019 


Girkhausen hat viel zu bieten

Im Dorf bieten Gewerbebetriebe Arbeitsplätze und Dienstleistungen, die Bäckerei hat das Angebot eines Dorfladens. Dieses Jahr stehen Maßnahmen am Feuerwehrgerätehaus an, der Abriss der ehemaligen Schule ist geplant.

Eines wurde beim Besuch von Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung in Girkhausen sehr deutlich: Das Dorf hat viel zu bieten. „Es gibt hier zum Beispiel eine Bäckerei im Dorf, die auch viele Waren für den täglichen Bedarf anbietet – das ist ein sehr hohes Gut“, stellte Bernd Fuhrmann beim Rundgang durch den Ort fest. Vorher hatten sich der Verwaltungschef, Mitarbeiter und Stadtverordnete gemeinsam mit Ortsvorsteher Timo Florin davon überzeugt, dass man bei der Bäckerei Gerke viel mehr als Backwaren bekommen kann. „Nicht nur die Familien im Dorf, sondern auch Vereine kaufen hier ein“, erzählte Timo Florin.

Bei einem sonnigen Dorfrundgang machten sich Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter und Stadtverordnete selbst ein Bild davon, was sich in Girkhausen bewegt – und wo sich noch etwas verbessern kann. Manuel Spies, der städtische Wirtschaftsförderer und Abteilungsleiter des Immobilienmanagements, erklärte zu Beginn, welche Maßnahmen am Feuerwehrgerätehaus in diesem Jahr geplant sind: „Im Moment sind hier noch Falttore eingebaut, diese werden aber durch vollautomatische Rolltore ersetzt. Außerdem sind noch kleinere Nebenarbeiten geplant.“ Ortsvorsteher Florin ergänzte, dass das Feuerwehrgerätehaus auch deshalb noch so gut in Schuss sei, weil die Kameradinnen und Kameraden viel Eigenleistung erbracht hätten.

Überhaupt ist das ehrenamtliche Engagement – gerade in Bezug auf die Gebäude im Dorf – groß: Die Friedhofskapelle wurde zu großen Teilen in Eigenleistung errichtet, auch dort sind dieses Jahr Sanierungsmaßnahmen geplant. Rund 1.300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit hat der Generationenverein im vergangenen Jahr in das ehemalige Gemeindehaus gesteckt – unter anderem wurde das Dach gedämmt und eine neue Heizung eingebaut.

Für die Zukunft plant das Immobilienmanagement der Stadt Bad Berleburg den Abriss des neueren Gebäudes der ehemaligen Schule. Dort sollen anschließend Bauplätze entstehen. „Dazu haben wir einen Antrag auf Förderung gestellt, der zurzeit geprüft wird. Insgesamt werden der Rückbau und die Herstellung der Bauplätze 125.000 Euro kosten“, erklärte Manuel Spies. Er erläuterte auch den Fortschritt des Breitbandausbaus: Bis Herbst sollen alle Anschlüsse im Ort Girkhausen mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein.

Auf dem rund zweistündigen Spaziergang durch den Ort gab es auch viele Hinweise an die Stadtverwaltung, was sich im Dorf noch verbessern könnte: Von Schlaglöchern und schlechten Straßen über die gesperrte Brücke über die Oster bis hin zur teilweise eingestürzten  Industriebrache. Die Hinweise wurden von Christoph Koch, Dezernent für Planen, Bauen, Wohnen aufgenommen und werden in den kommenden Wochen im Rathaus geprüft. „Die Herausforderung mit Blick auf die Straßen und Brücken ist, dass wir ein großes Stadtgebiet mit 23 Ortschaften haben“, gab Christoph Koch zu bedenken, „da müssen wir auch Kompromisse finden.“

Ein voller Erfolg war in Girkhausen der Bürgerservice, der am Vormittag in der Drehkoite zu Gast war. „Wir haben vier Anträge für Personalausweise, einen Antrag für einen Reisepass und einen Antrag für ein Führungszeugnis aufgenommen“, freute sich Christian l’Hiver, Abteilungsleiter „Bürger und Seniorenservice“. In der Drehkoite trafen sich alle Beteiligten auch im Anschluss an den Dorfrundgang zu einem gemütlichen Ausklang wieder.

Bereits am Nachmittag hatten Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Manuel Spies, Christian l’Hiver sowie die Stadtverordneten Iris Gerstmann und Susanne Bald einige Betriebe im Ort besucht: neben der Bäckerei Gerke den KfZ-Betrieb Stefan Sonneborn, Naturstein Dreisbach und den Fuhrbetrieb Lückel. „Wir haben zwar nicht die ganz großen Unternehmen hier, aber dafür einige, die etwas leisten und Arbeitsplätze vor Ort bieten“, betonte Ortsvorsteher Timo Florin. Bernd Fuhrmann zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Gewerbe und angebotenen Dienstleistungen. Ein Punkt war ihm besonders positiv aufgefallen: „Einige der Mitarbeiter sind gleichzeitig aktive Feuerwehrleute. Dadurch sind sie auch tagsüber besser verfügbar.“