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Datum: 17.03.2026

Zeichen für die Artenvielfalt: Neuer Lebensraum für Schlingnatter

Artenschutz ist ein wesentlicher Baustein für den Erhalt der biologischen Vielfalt und eines funktionierenden Ökosystems. Der Kreis Siegen-Wittgenstein, das Forstamt Siegen-Wittgenstein, die Biologische Station und die Stadt Bad Berleburg haben nun gemeinsam ein deutliches Zeichen für den Natur- und Artenschutz gesetzt: Auf einer städtischen Fläche im Naturschutzgebiet „Grubengelände Hörre“ in Raumland haben die Partner eine gezielte Entfichtung vorgenommen. Ziel der Maßnahme war es, den Lebensraum für die streng geschützte Schlingnatter nachhaltig zu verbessern. Das ungiftige Reptil ist auf gut besonnte, strukturreiche Lebensräume angewiesen. Totholz, Steinhaufen sowie lichte Waldränder bieten ihr wichtige Jagd- und Rückzugsmöglichkeiten. Durch die Entnahme von Fichtenbeständen sind nun mosaikartige Übergänge zwischen Waldflächen und offenen Arealen entstanden – Strukturen, die für wärmeliebende Arten wie die Schlingnatter von zentraler Bedeutung sind.

Ökologische Aufwertung im Wald

Hintergrund der Maßnahme ist die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte: Offene und wärmebegünstigte Flächen waren zunehmend zugewachsen und gingen damit als geeignete Lebensräume verloren. Auch künftig sind weitere abgestimmte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen geplant, um die geschaffenen Strukturen langfristig zu erhalten und ein erneutes vollständiges Zuwachsen der Fläche zu verhindern. Die Kooperation zwischen kommunaler Forstwirtschaft, Naturschutzbehörde und der Stadt Bad Berleburg zeigt beispielhaft, wie durch gemeinsames und koordiniertes Handeln ökologische Aufwertungen im Wald gelingen können – zum langfristigen Nutzen der Biodiversität in der Region.