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Datum: 22.01.2026

Auf ein neues Fundament gestellt: Idee des IMGT wird fortgeführt

Die Zukunft des Interkulturellen Mehrgenerationentreffpunkt (IMGT) ist geklärt. „Gemeinsam haben wir in den vergangenen Jahren einen zentralen Ort der Begegnung, Bildung und Integration aufgebaut – dieses Konzept wollen wir zusammen mit und im Sinne der Menschen vor Ort erhalten und weiterentwickeln. Wir wollen dieses erfolgreiche generationsübergreifende Angebot auch in Zukunft mit den verfügbaren Ressourcen fortführen“, erklärte Volker Sonneborn. Der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg blickte damit nicht nur zurück auf die rund fünf Jahre andauernde Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, sondern zugleich auch in die Zukunft. Seit Mitte 2021 unterstützt unter anderem die Deutsche Fernsehlotterie das Projekt mit Zuschüssen für Personal- und Sachkosten. Der DRK-Kreisverband hat diese Mittel mit Unterstützung der Kommune eingeworben und vor zwei Jahren sogar nochmal eine Verlängerung der Förderung erwirken können. „Es war für uns ein tolles Signal, dass der Wert unserer Arbeit auch von außen wahrgenommen wird. Solch eine Verlängerung ist selten und Ausdruck der besonderen Bedeutung, die die Fördermittelgeberin diesem Projekt beimisst. Darüber haben wir uns sehr gefreut,“ so Dr. Martin Horchler, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein. „Allerdings wurde uns quasi mit der Zusage mitgeteilt, dass es sich dabei um die letztmalige Förderung handeln würde.“ Seither hat das Rote Kreuz sich intensiv darum bemüht, andere Förderungen zu bekommen und dafür zum Teil sehr umfangreiche Anträge gestellt – leider ohne Erfolg. Durch die allgemein angespannte Finanzsituation im Wohlfahrts- und Sozialsektor werden Fördertöpfe oftmals so stark überzeichnet, dass die Chance auf Förderung sehr gering ist.

"Konstruktive Gespräche"

Die Förderung für den Interkulturellen Mehrgenerationentreffpunkt läuft  daher im April aus. Die Trägerschaft liegt beim DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, unterstützt durch die Stadt Bad Berleburg. „Um die Fortführung und Weiterentwicklung des Projekts ab Mai hinaus sicherzustellen, haben das DRK und die Stadt Bad Berleburg frühzeitig Gespräche geführt und verschiedene Möglichkeiten geprüft. Wir haben dabei eine Lösung gefunden, die für alle tragfähig ist. Das waren sehr konstruktive Gespräche für die wir dem DRK ebenso dankbar sind wie für die stets  gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“, erklärte Susanne Halhuber. Im Ergebnis, erläuterte die Fachbereichsleiterin Bürgerdienste der Stadt Bad Berleburg, liegt die Verantwortung für die Fortführung künftig im Rathaus. „Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage sind neue Lösungsansätze erforderlich, um das Angebot langfristig zu sichern. Die Arbeit, die dort geleistet wird und die Möglichkeiten, die das Gebäude in direkter Nähe zum Rathaus bietet, sind extrem wertvoll für uns“, erklärte Stadtkämmerer Manuel Spies. Bedeutet konkret, dass Mitarbeitende der Abteilung Standesamt, Bürgeranregungen und Soziales den Weiterbetrieb organisieren.

Menschen miteinander verbinden

Jessica Lückert-Durstewitz und Kristin Womelsdorf, die beiden Projektmitarbeiterinnen des DRK, werden sich in Kürze aus dem IMGT verabschieden. Beide sind dennoch froh, dass die Arbeit dort weitergeht. „Mit dem IMGT ist ein Ort entstanden, an dem sich Menschen unterschiedlichster Kulturen und Generationen zusammenfinden. Es ist so viel Leben und positiver Austausch im Haus entstanden und es wäre schön, wenn dieser Spirit erhalten bleiben würde,“ so Jessica Lückert-Durstewitz. Und Kristin Womelsdorf ergänzt: „Schon heute möchten wir alle Interessierten einladen, uns am Samstag, 14.03.2026, im IMGT zu besuchen. An diesem Tag der offenen Tür möchten wir die Projektergebnisse und das Erreichte präsentieren, uns verabschieden und uns vor allem bei den vielen Ehrenamtlichen bedanken, die gemeinsam mit uns Aktionstage, Workshops und Kurse gestaltet haben. Es hat uns große Freude gemacht, Menschen miteinander in Verbindung zu bringen.“ „Wir wollen die Idee und den Mehrwert des Treffpunkts für alle Generationen damit weitertragen und weiterentwickeln“, betonte Susanne Halhuber. Voraussichtlich Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 sollen zudem Umbauarbeiten am Gebäude beginnen, wozu die Stadt Bad Berleburg erhebliche Fördermittel generiert hat.