ASP: Kreis Siegen-Wittgenstein erlässt Allgemeinverfügung
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist bei einem Wildschwein in der Gemeinde Kirchhundem im Kreis Olpe festgestellt worden und damit nahe an den Kreis Siegen-Wittgenstein gerückt. Einige Gemeinden im Kreis Siegen-Wittgenstein befinden sich in der sogenannten „Infizierten Zone“ - dazu zählen auch Teile von Bad Berleburg. In diesem Radius gelten verschiedene Regelungen für Jagdausübungsberechtigte, Tierhalter und Privatpersonen, für die der Kreis jetzt eine Allgemeinverfügung erlassen hat.
Tote oder auffällige Tiere melden
Im Kreis Siegen-Wittgenstein sind bislang keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen worden. Wer ein totes oder verunfalltes Wildschwein findet oder Auffälligkeiten bemerkt, wird gebeten, das unter Angabe des Fundortes (Koordinaten, Kontaktdaten des Meldenden) dem Veterinäramt per Mail an wildschweinfund@siegen-wittgenstein.de zu melden. Das Veterinäramt ist außerdem über die ASP-Hotline unter Tel. 0271 333-1120 und außerhalb der üblichen Dienstzeiten über die Leitstellen der Polizei und Feuerwehr zu erreichen. Seit Bekanntwerden des Falls in Olpe befindet sich der Kreis Siegen-Wittgenstein laut einer Pressemitteilung in "enger Abstimmung mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz", zudem würden weiterhin die Suche, Beprobung, Bergung und Entsorgung von tot aufgefundenen Wildschweinen organisiert. Das Veterinäramt des Kreises stehe "in engem Kontakt" zu Land- und Forstwirtschaft sowie der Jägerschaft im Kreisgebiet.
Virus für Menschen ungefährlich
Für den Menschen ist das ASP-Virus ungefährlich. Schweine infizieren sich sowohl direkt, also über Tier-Tier-Kontakt, als auch indirekt über Personen, Gegenstände oder Lebensmittel, die aus kontaminiertem Schweinefleisch hergestellt werden. Für Schweine verläuft eine Infektion mit dem ASP-Virus fast immer tödlich. Für den Menschen und andere Haus- und Nutztiere ist das Virus aber ungefährlich. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht möglich.