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Bürgermeister vor Ort in Schwarzenau 02.11.2018 


Dorfbesuch im ersten Schnee

Der dritte Termin der Reihe „Bürgermeister vor Ort“ führte den Verwaltungschef sowie Mitarbeiter des Rathauses nach Schwarzenau. Der gemeinsam mit Ortsvorsteher Bodo Hüster geplante Dorfrundgang wurde aber aufgrund des Wetters abgesagt.

Es war der Spontaneität der Schwarzenauer zu verdanken, dass der Besuch von Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung am Dienstag gemütlich endete und nicht durchgefroren und durchnässt. Bereits während der Firmenbesuche bei der AGRODUR Grosalski GmbH & Co. KG und der OTTO Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG am frühen Nachmittag fielen die ersten Schneeflocken und es wurde draußen schnell dunkler. Deshalb beschlossen Bernd Fuhrmann und Ortsvorsteher Bodo Hüster, den geplanten Dorfspaziergang abzusagen und direkt in den gemütlichen Teil bei der Feuerwehr überzugehen.

Im Schulungsraum der Löschgruppe konnten die anwesenden Schwarzenauer dann einige Themen ansprechen, die ihnen am Herzen lagen. Bernd Fuhrmann versprach, den angekündigten Rundgang durch das Dorf im kommenden Frühjahr nachzuholen.

Bereits am Vormittag waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Bürgerdienste in der Mehrzweckhalle gewesen und hatten Gelbe Säcke sowie einen Ausweis ausgehändigt und waren mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen. „Wir sind mächtig stolz, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, wie wir auch in den Dörfern diese Dienstleistungen anbieten können“, betonte Bernd Fuhrmann. Christian l’Hiver, Abteilungsleiter Bürger- und Seniorenservice, wies darauf hin, dass diese Angebote nicht ohne die IT-Abteilung des Rathauses möglich wären: „Die Kollegen bereiten das immer bestens vor, sodass wir mit einer guten Internetverbindung ausgestattet sind.“

Themen des Abends waren unter anderem:

Breitband: Die besondere Situation in Schwarzenau ist die eigene Vorwahl und dadurch bedingt eine relativ gute Versorgung durch die Telekom. Das schränkt die Möglichkeiten für einen geförderten Ausbau ein, denn die Geschwindigkeiten müssen hierfür unter 30 Mbit/s liegen. Im zurzeit laufenden Ausbauschritt wird das Obere Hüttental versorgt, für den nächsten Schritt wird die Stadt Bad Berleburg 26 Adressen in Schwarzenau melden, unter anderem auch die Firma AGRODUR. Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an den städtischen Breitbandkoordinator und Wirtschaftsförderer Manuel Spies wenden.

Mehrzweckhalle: Bürgermeister Bernd Fuhrmann lobte die positive Entwicklung des Gebäudes: „Da steckt viel Liebe zum Detail drin, sodass man sich hier wirklich wohlfühlen kann.“ Für 2019 ist geplant, den Hallenboden zu erneuern, entsprechende Mittel sind für den Haushalt gemeldet. Ortsvorsteher Bodo Hüster betonte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Familie Weber, die sich um die Halle kümmert und die die Schäden im Fußboden bemerkt hatte.

Löschgruppe: Die Stadt Bad Berleburg stellt das Material für die Erweiterung der Stellplätze am Gebäude zur Verfügung. „Wir haben angeboten, dass wir uns von der Löschgruppe aus mit Eigenleistungen einbringen“, erklärte Andreas Lückel. In Vorbereitung ist außerdem ein Bauantrag für den Anbau eines Geräteunterstands.

Sportplatz: Der Tennenplatz benötigt eine neue Drainage. Diese Investition in Höhe von rund 80.000 Euro ist im Rahmen des Sportstättenentwicklungskonzepts der Stadt Bad Berleburg für 2021 geplant.

Eder-Radweg: Der Eder-Radweg ist Bürgerinnen und Bürgern jedes Alters ein Anliegen: Auch aus Schwarzenau kam der Wunsch, den Belag des Radweges besser zu unterhalten oder möglicherweise sogar über eine andere Art des Belags nachzudenken. Bürgermeister Bernd Fuhrmann stimmte dem zu und betonte: „Als der Radweg angelegt worden ist, hat noch niemand über E-Bikes nachgedacht und die Möglichkeiten, die diese neue Technik für unsere Region bietet.“ Er verwies auch auf die Jugendbeteiligungskonferenz, bei der sich Jugendliche aus Bad Berleburg eine Weiterentwicklung des Eder-Radwegs gewünscht hatten und sich dabei auch gerne einbringen möchten.

Flurbereinigungsverfahren: Aus der Dorfbevölkerung wurde darauf hingewiesen, dass die Schwarzenauer Bodenreform 1920 fast 100 Jahre her sei. Damit durften die Schwarzenauer eigene Flächen besitzen. Seitdem habe sich viel verändert, zum Beispiel gebe es weniger Landwirte, an der Aufteilung der Flächen hat sich seitdem aber wenig getan. Von Tobias Feige, Abteilungsleiter Wohnen, Stadt- und Dorfentwicklung, wurde zugesagt, bei der Bezirksregierung Arnsberg eine Informationsveranstaltung zu Flurbereinigungsverfahren in Schwarzenau anzufragen.

L553: Die Ortsdurchfahrt Schwarzenau ist auf rund 600 Metern nicht ausgebaut und hat in diesem Bereich auch keinen Gehweg. Da es sich hierbei um eine Landesstraße handle, habe die Stadt nur wenige Möglichkeiten, eine Verbesserung herbeizuführen, so Bernd Fuhrmann, aber das Thema werde von der zuständigen Abteilung im Rathaus erneut beim Landesbetrieb Straßenbau NRW angesprochen.

Lob an die Verwaltung: Gegen Ende der Veranstaltung gab es von Thomas Milde, dem Vorsitzenden des TuS Schwarzenau, noch ein Lob für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus: „Egal, mit wem ich bisher Kontakt hatte, die Kolleginnen und Kollegen hatten immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen und sie machen wirklich viel möglich.“